Hilfsorganisation: Trinkwassernot nach Vulkanausbruch in Guatemala

Nach dem Vulkanausbruch in Guatemala sind Helfern zufolge Tausende Menschen von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Ascheregen und Geröll hätten die Infrastruktur zerstört, sagte Sylvie Ahrens-Urbanek von der internationalen Nothilfeorganisation "Aktion gegen den Hunger" dem epd.

Quellen seien versiegt, Brunnen voller Asche. "Überall da, wo die Asche hinweggefegt ist, gibt es kein Wasser mehr", sagte sie.

Die Betroffenen bräuchten nun dringend Zugang zu sauberem Wasser. Mehr als 3.200 Menschen seien nach dem Ausbruch des Vulkans Fuego vom Sonntag obdachlos, viele warteten in Notunterkünften auf Hilfe. Mehr als 70 Tote wurden bislang gezählt, an die 200 Menschen wurden laut Medienberichten am Mittwoch noch vermisst.

Strom aus Asche, Schlamm und Geröll

Nach der Notversorgung müsse als zweiter Schritt umgehend der Wiederaufbau angegangen werden, sagte Ahrens-Urbanek: "Wir wollen so schnell wie möglich dafür sorgen, dass Brunnen gesäubert werden, dass Leitungen repariert werden." Der Landesdirektor der Organisation in Zentralamerika, Miguel Ángel García, mahnte, die Gefahr für die Bewohner in der Nähe des Vulkans sei weiter nicht gebannt. "In Guatemala herrscht gerade Regenzeit. Wir müssen mit einem Strom aus Asche, Schlamm und Geröll rechnen, der sich über die Hänge des Vulkans herabwälzt." Es bestehe das Risiko, dass bislang nicht betroffene Dörfer ebenfalls überschwemmt würden.

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.