Pro-Asyl-Menschenrechtspreis für ungarische Bürgerrechtler

epd-bild/Hanno Gutmann

Flüchtlinge in Budapest

Flüchtlinge in Budapest

Der Menschenrechtspreis der Stiftung Pro Asyl geht in diesem Jahr an die Vorsitzenden des "Ungarischen Helsinki Komitees" (HHC) Márta Pardavi und András Kádár.
Deutschland spricht 2019

Pro Asyl würdigt mit dem Menschenrechtspreis die Arbeit des "Ungarischen Helsinki Komitees" (HHC) als einer der wichtigsten Bürgerrechtsorganisationen in Ungarn für Flüchtlings- und Menschenrechte sowie für rechtsstaatliche Strukturen, wie die Stiftung am Freitag in Frankfurt am Main mitteilte. Der Menschenrechtspreis wird am 8. September in Frankfurt verliehen. Er ist mit einem Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro und der von dem Darmstädter Kunstprofessor Ariel Auslender gestalteten "Pro Asyl-Hand" verbunden.

Kostenlose Rechtsberatung für Asylsuchende

Das Helsinki-Komitee biete als einzige Organisation in Ungarn Tausenden Asylsuchenden eine unabhängige, kostenlose Rechtsberatung vor allem in Sammelunterkünften und den zwei "Transitzonen" an der ungarisch-serbischen Grenze und unterstütze Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, lobte der Stiftungsvorstand und Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt.

Gleichzeitig appellierte er an die Parteivorsitzenden der beiden Unionsparteien in Deutschland: "Stellen Sie sich der Orbanisierung Europas entgegen. Menschen-, Bürger- und Flüchtlingsrechte müssen weiter gelten, kritische Stimmen dürfen nicht zum Schweigen gebracht werden." Zivilgesellschaft, Bürger- und Menschenrechte stünden unter der Regierung von Victor Orbán massiv unter Druck. "Mit anti-semitischen Hetzkampagnen und restriktiven Gesetzespaketen" wolle er die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen im Flüchtlingsbereich verhindern und Kritiker zum Schweigen bringen.

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