DOK Leipzig 2018 nimmt Utopien in den Blick

Das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm DOK Leipzig steht in diesem Jahr unter dem Motto "Fordert das Unmögliche!".
Deutschland spricht 2019

Dies werde sich in den gezeigten Filmen spiegeln, die Veränderungen anstoßen oder Transformationsprozesse abbilden wollten, teilten die Veranstalter am Dienstag in Leipzig mit. Das DOK Leipzig findet 2018 zum 61. Mal statt und dauert vom 29. Oktober bis zum 4. November. Mehr als 300 Filme sollen gezeigt werden. Vorschläge können noch bis Anfang Juli eingereicht werden.

"Wir verstehen das Festivalmotto als Kompass, mit dessen Hilfe unsere Sonderprogramme entstanden sind", erklärte Programmmacher Ralph Eue. Festivalleiterin Leena Pasanen sagte MDR Kultur, das Motto sei "ein Signal, dass wir Visionäre brauchen". Die Veranstalter verstünden den Leitspruch als Aufforderung, etwas zu wagen - "in der Kunst wie im Leben", betonte Pasanen.

68er-Revolte im Fokus

Ein Sonderprogramm des diesjährigen Filmfestes ist den Angaben zufolge der Revolte der 68er vor 50 Jahren gewidmet. Die Retrospektive nähere sich den gesellschaftlichen und ästhetischen Umbrüchen dieser Zeit nicht von den Brennpunkten der Revolte aus, sondern von den Rändern, "um die entstandene Brüchigkeit gegebener Ordnungen in den Blick zu nehmen", hieß es.

Die Hommage des Festivals würdigt in diesem Jahr die österreichische Filmemacherin Ruth Beckermann ("Die Geträumten"). Sie gilt als eine Mitbegründerin der unabhängigen Filmszene in Österreich. Auf der diesjährigen Berlinale hatte Beckermann für "Waldheims Walzer" den Dokumentarfilmpreis erhalten.

Zum 100-jährigen Bestehen der baltischen Republiken widmet sich das Festival den Angaben nach unter anderem Litauen und Finnland. Mit Blick auf die DDR sind frühe Studentenfilme der HFF "Konrad Wolf" zu sehen, darunter Frühwerke bekannter Regisseure wie Thomas Heise oder Helke Misselwitz, wie es hieß. In einer neuen Reihe wird sich das Filmfest zudem mit seiner eigenen Geschichte befassen.

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