Studie: Eltern sind sich mangelnder Medienkompetenz bewusst

epd-bild / Stefan Arend

Ohne Smartphone geht nichts.

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Nur knapp ein Drittel der Eltern schätzt sich laut einer aktuellen Studie als "kompetent" für die Medienerziehung ein.

Dennoch sind sie der Überzeugung, dass hauptsächlich sie für den Schutz ihrer Kinder bei der Mediennutzung zuständig sind, teilte der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest am Donnerstag in Stuttgart mit. Die komplette FIM-Studie (Familie, Interaktion, Medien) wird am 1. März veröffentlicht.

Für die Studie wurden in Deutschland 300 repräsentativ ausgewählte Familien befragt. Als "kompetent" für die Medienerziehung schätzte sich knapp ein Drittel der Eltern ein. Dabei waren die Väter mit 40 Prozent optimistischer als die Mütter (23 Prozent). Gut die Hälfte der Eltern betrachtet sich als "etwas kompetent", knapp jeder Zehnte nannte sich "eher weniger" gerüstet und vier Prozent trauen sich Medienerziehung "gar nicht" zu.

Erwartungen an Medienunternehmen

78 Prozent der Befragten äußerten die Überzeugung, dass Eltern für den Schutz ihrer Kinder bei der Mediennutzung zuständig seien. 13 Prozent sehen die Verantwortlichkeit bei den Medienunternehmen. Acht Prozent erwarten, dass Staat und Behörden Schutz bieten.

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz. Die FIM-Studie präsentiert der Forschungsverbund in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk zum zweiten Mal.

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