Vorwurf: Öffentliche Gelder bei Mandelas Beerdigung veruntreut

epd-bild / Rolf Zöllner

Trauer um Nelson Mandela 2013 in Berlin.

Trauer um Nelson Mandela 2013 in Berlin.

Bei der Beerdigung Nelson Mandelas 2013 sind laut der südafrikanischen Korruptionsbehörde öffentliche Gelder in Millionenhöhe missbräuchlich verwendet worden.

Die Korruptionsbeauftragte Busisiwe Mkhwebane wirft der Regierung der Ostkap-Provinz vor, bis zu 300 Millionen Rand (18,7 Millionen Euro) zweckentfremdet zu haben. Das Geld sollte ursprünglich in Schulen, Krankenhäuser, sanitäre Anlagen, Elektrizität, Abwasserentsorgung und Trinkwasserleitungen investiert werden. Stattdessen wurden offenbar große Summen für überteuerte T-Shirts sowie Catering- und Transport-Dienste für Trauergäste und Bevölkerung ausgegeben. Einige der Dienstleistungen wurde einem Bericht des staatlichen Rundfunk SABC zufolge zwar bezahlt, aber nie ausgeführt. Die Mandela-Stiftung reagierte mit Empörung. Der Freiheitskämpfer, Friedensnobelpreisträger und erste schwarze Präsident des Landes war am 5. Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren gestorben.

Sonderermittler gefordert

Obwohl es auf nationaler Ebene einen Plan für die Beerdigung Mandelas in dem Dorf Qunu gegeben habe, sei sein Begräbnis schlecht organisiert gewesen, erklärte Mkhwebane laut dem Radiosender "Eyewitness News". Die Missachtung der Vorschriften für öffentliche Ausgaben sei beängstigend. Auch Politiker der Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) hätten Beamten Anweisungen gegeben, wie sie das Geld verwenden sollten Die Korruptionsbeauftragte forderte Präsident Jacob Zuma auf, Sonderermittler auf den Fall anzusetzen. In ganz Südafrika wurde am Dienstag Nelson Mandelas gedacht.

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.