Ungewissheit über Syrien-Gesprächen der UN

epd-bild/Marc Engelhardt

UNO-Hauptquartier in New York

UNO-Hauptquartier in New York

Unklarheit über den Fortgang der Genfer Syrien-Gespräche: Die Fortsetzung der UN-Gespräche mit den Konfliktparteien drohte sich am Dienstag in Genf zu verzögern.

Die Vereinten Nationen konnten bis zum Mittag nicht bestätigen, ob die Delegation des Machthabers Baschar al-Assad überhaupt angereist war. Eine UN-Sprecherin teilte lediglich mit, dass der Syrien-Sondergesandte Staffan de Mistura die Assad-Delegation für weitere Sondierungen eingeladen habe. Für den späten Nachmittag war ein Treffen de Misturas mit der Delegation der syrischen Opposition geplant.

Schleppender Anfang

De Mistura will mit den verfeindeten Parteien über die Bildung einer Übergangsregierung, freie Wahlen, die Ausarbeitung einer neuen Verfassung und den Kampf gegen den Terrorismus beraten. Doch die Assad-Delegation lehnt eine Kernforderung der Opposition entschieden ab.

Der Widerstand verlangt die Absetzung des Machthabers Assad und seiner engsten Gefolgsleute, da sie für das jahrelange Töten und Kriegsverbrechen verantwortlich seien. Die UN bemühen sich seit Jahren vergeblich, den Konflikt auf dem Verhandlungsweg zu lösen.

Die neue Runde der Syrien-Gespräche hatte vor einer Woche einen schleppenden Anfang genommen, im Laufe der Woche wurde sie unterbrochen. In dem fast sieben Jahre dauernden Konflikt kamen nach Schätzungen mehrere Hunderttausend Menschen ums Leben, rund elf Millionen Männer, Frauen und Kinder sind auf der Flucht. Assad, Rebellengruppen und Terrormilizen kämpfen um die Macht.

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