EU streicht kolumbianische Farc von Liste der Terrororganisationen

epd-bild / Gustavo Alàbiso

EU-Fahne

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Die Europäische Union hat die Farc in Kolumbien von der Liste der Terrororganisationen gestrichen. Die EU-Außenminister nahmen die Entscheidung am Montag in Brüssel an, wie eine EU-Pressereferentin erklärte.

Sie wird am Dienstag wirksam. Die Farc hat sich im Rahmen des Friedensprozesses mit der Regierung von einer Guerilla zu einer politischen Partei umgewandelt. Die EU unterstützt den Friedensprozess in dem südamerikanischen Land.

Die EU-Liste der Terrororganisationen umfasst Vereinigungen, Personen und Körperschaften, die nach Auffassung der EU an terroristischen Handlungen beteiligt sind, und sieht unter anderem das Einfrieren von deren Geldern vor.

Seit Februar Friedensgespräche

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hatte den Konflikt mit der Farc Mitte August offiziell für beendet erklärt. Anfang des Jahres war ein Friedensvertrag in Kraft getreten. Die Rebellen gaben daraufhin ihre Waffen ab und sollen sich ins zivile Leben integrieren. Mit der kleineren Guerillagruppe ELN laufen seit Februar Friedensgespräche.

Der Bürgerkrieg zwischen der Regierung, mehreren Rebellengruppen und paramilitärischen Todesschwadronen entzündete sich in den 1960er Jahren an Landkonflikten und sozialer Ungerechtigkeit. Seither wurden etwa 340.000 Menschen getötet.

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