Mojib Latif neuer Präsident des "Club of Rome"

Der Klimaforscher leitet künftig den deutschen Ableger der wachstumskritischen Denkfabrik.

Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif (63) wird neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft "Club of Rome". Latif kritisiere das Wirtschaftssystem als Hauptursache für viele Fehlentwicklungen und setze sich für eine ökosoziale Marktwirtschaft ein, teilte die Gesellschaft am Montag in Hamburg mit. Notwendig sei eine Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch, um die Umwelt wirkungsvoll zu schützen.

Viele Menschen in Deutschland hätten das Gefühl, nicht mehr an der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung teilzuhaben, kritisierte Latif. Das Wirtschaftssystem orientiere sich nicht mehr an den Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt. Ungezügeltes Gewinnstreben erzeuge eine wachsende Ungerechtigkeit, die einer der Gründe für den wachsenden Populismus sei. "Deutschland ist inzwischen Bremser beim Klimaschutz", sagte Latif.

Die Deutsche Gesellschaft "Club of Rome" ist der deutsche Ableger des Internationalen Club of Rome und wurde 1978 in Hamburg gegründet. Zu seinen Mitgliedern gehören Wissenschaftler, Unternehmer und Vertreter der Zivilgesellschaft.

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