Neonazi Horst Mahler wieder in Haft in Brandenburg

Der Rechtsextremist und Holocaustleugner Horst Mahler ist nach seiner Flucht nach Ungarn an Deutschland ausgeliefert worden.

Der 81-jährige frühere Rechtsanwalt, der einst der linken RAF und später der NPD angehörte, wurde am Dienstag in die Haftanstalt Brandenburg an der Havel überführt. Das teilte ein Sprecher des brandenburgischen Justizministeriums in Potsdam mit.

Mahler war 2009 in München und Potsdam wegen Volksverhetzung zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Wegen seines Wohnortes Kleinmachnow bei Berlin wurde er damals in die Justizivollzugsanstalt Brandenburg gebracht. 2015 kam er zunächst aus gesundheitlichen Gründen frei, die Haftverschonung wurde jedoch später widerrufen. Einer Aufforderung zum erneuten Haftantritt kam er im April des laufenden Jahres nicht nach und setzte sich stattdessen nach Ungarn ab. Dort wurde er im Mai festgenommen.

Ein von seiner Ehefrau betriebenes Konto, auf dem auch Spenden für den flüchtigen Neonazi gesammelt wurden, wurde Mitte April von dem Kreditinstitut fristlos gekündigt. Die Kündigung wurde Mitte Mai vom Landgericht Berlin bestätigt. Mahler sei am Dienstagmittag in Berlin gelandet und um 14.30 Uhr im Gefängnis in Brandenburg an der Havel angekommen, sagte der Sprecher des brandenburgischen Justizministeriums.