Verwaltungsgericht verhindert Umbenennung in James Bond

epd-bild/Heike Lyding

Justitia

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Wer lieber mit James Bond als mit seinem ursprünglichen Namen angesprochen werden will, hat nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Koblenz kein Recht auf eine Namensänderung.

Selbst in Kombination mit dem bisherigen Vornamen stände dieser Name stets in Verbindung mit der von Ian Fleming erfundenen Figur des britischen Geheimagenten, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Urteil. Auch wenn aus medizinischer Sicht diese Namensänderung befürwortet werde, könne sie nicht gewährt werden. (AZ.: 1 K 616/16.KO)

Im konkreten Fall wollte der Kläger den Angaben zufolge seinen Namen bei seiner Verbandsgemeinde in James Bond ändern, da ihn sein jetziger Familienname erheblich belaste. Zur Begründung gab er an, dass er versuche, sein Leben neu zu ordnen und bereits den Namen James Bond benutze.

Anderer Name ändere nichts an Konflikten

Zudem hätten mehrere Ärzte eine Namensänderung befürwortet. Des Weiteren erklärte er, dass er seinen Namen bereits in Großbritannien auf James Bond habe ändern lassen.

Nachdem das Verwaltungsgericht und das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz dem Kläger Prozesskostenhilfe wegen mangelnder Aussicht auf Erfolg versagt hatten, wies das Verwaltungsgericht die Klage nun ab. Eine Änderung des Vor- und Familiennamens in James Bond sei nicht wegen familiärer Probleme gerechtfertigt, erklärten die Richter. Auch wenn sein Onkel und dessen Familie ihn beleidigten und mit Strafanzeigen überzögen, sei nicht nachvollziehbar dargelegt, dass ein anderer Name an den familiären Konflikten etwas ändere.

Die Beteiligten können die Zulassung der Berufung durch das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz beantragen.