Bundeskunsthalle in Bonn zeigt Geschichte des Comics

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Winsor McCays "Little Nemo in Slumberland" erschien 1907 auf der Sonntagsseite der Zeitung "The New York Herald".

Winsor McCays "Little Nemo in Slumberland" erschien 1907 auf der Sonntagsseite der Zeitung "The New York Herald".

Die Bundeskunsthalle in Bonn präsentiert ab Sonntag die in Deutschland bislang umfangreichste Ausstellung zur Geschichte des Comics.
Deutschland spricht 2019

Unter dem Titel "Comics! Mangas! Graphic Novels!" sind bis zum 10. September rund 300 Exponate zu sehen, darunter zahlreiche Originalzeichnungen berühmter Comics. Gezeigt werden auch Ausschnitte verfilmter Comics. An 3-D-Stationen können die Besucher außerdem in einige Bildgeschichten eintauchen.

Die Ausstellung dokumentiert die Entwicklung des Comics in den USA, Europa und Japan von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Die Zeitreise durch die Geschichte der Gattung startet mit Originalblättern des allerersten Comics "The Yellow Kid" von Richard F. Outcault, der ab 1895 in New Yorker Zeitungen erschien.

Zuerst rein amerikanisch

30 Jahre lang gab es Comics ausschließlich als Beilage in US-Tageszeitungen. Erst in den 30er Jahren wurden Bildergeschichten als eigenständige Hefte verlegt. Den Durchbruch als eigenständige Gattung brachte "Superman".

In den ersten 30 Jahren ihrer Geschichte waren Comics ein rein amerikanisches Phänomen. Erst Ende der 20er Jahre zeichnete der Belgier Hergé als einer der ersten Europäer Geschichten mit Sprechblasen. Seine Comic-Figuren "Tim und Struppi" wurden legendär. Auch Japan erreichte der Comic mit Verspätung. Dafür allerdings erfreut sich die japanische Comic-Variante, das Manga, bis heute großer Beliebtheit. Die Ausstellung verfolgt die Entwicklung bis in die Gegenwart, wo der Comic in den buchfüllenden "Graphic Novels" eine neue Ausdrucksform findet.