Bedford-Strohm über die Flutkatastrophe in Deutschland

Wir brauchen eine Wende – jetzt!
Die Flut im Ahrtal zeigt es: Wir müssen endlich entschieden gegen den Klimawandel vorgehen.

Vorgelesen: Auf ein Wort "Wir brauchen eine Wende – jetzt!"

Das Jahr 2021 muss zum Wendepunkt werden. Bisher kannten wir schlimme Naturkatastrophen vor allem aus dem Fernsehen. Doch Corona und dann die Flut haben auch uns direkt ge­troffen und großes Leid mit sich gebracht. Die Bilder und Berichte aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatten ­etwas Apokalyptisches. Zu sehen, wie binnen ­Minuten Fluten über Orte hereinbrechen, Häuser mit sich ­wegreißen und wie Menschen verzweifelt um ihr Leben kämpfen, das war für uns alle verstörend.

Heinrich Bedford-Strohm

Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Jahrgang 1960, ist seit 2011 Landes­bischof der Evangelisch-Lutherischen ­Kirche in Bayern. Bis November 2021 war er Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Herausgeber des Magazins chrismon. Bevor er Bischof wurde, war er an der Universität Bamberg Professor für Systematische Theologie und theologische Gegenwartsfragen.
Thomas Meyer/Ostkreuz

Die Berichte von Leichen in den zerstörten Orten, von Nachbarn und Nachbarinnen, die nicht wissen, wo ihre Angehörigen und Freunde geblieben sind und es vielleicht nie herausfinden können, haben große ­Anteilnahme und Hilfsbereitschaft ausgelöst. Viele Menschen haben ­spontan Lebensmittel und Geld gespendet. Auch in ­afrikanischen Kirchen wurde für die deutschen Flutopfer gesammelt – 20 000 Euro kamen zusammen. Die Solidarität aus aller Welt durch Gebete und materielle Hilfe hat viele von uns sehr berührt, sie war hoffentlich auch für diejenigen, die das Hochwasser schlimm getroffen hat, ein kleines Licht am Horizont.

Niemand kann es mehr übersehen: Auch wir hier in Deutschland sind verletzlich. Wir brauchen Kraftquellen, um mit dieser Erfahrung umzugehen. Der Glaube ist eine solche Quelle. "Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein." Das hat der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer geschrieben.

"Ich hoffe, dass die Flutkatastrophe politisch eine Zäsur darstellt"

Es wächst der Konsens, dass die Wetterextreme, die nun auch wir zu spüren bekommen, tatsächlich durch den ­Klimawandel verur­sacht sind. In der Vergangenheit wurde vieles versäumt, um ihn aufzuhalten. Aber ich hoffe sehr, dass die Flutkatastrophe politisch eine Zäsur darstellt. Wir müssen den Klimawandel mit ­entschiedenen ­Maßnahmen bekämpfen. Das sind wir den Menschen schuldig, deren Existenz vernichtet ist und die alles ­verloren haben, was ihnen lieb und teuer war.

Eine Blockadehaltung wäre auch aus ökonomischen Gründen unverantwortlich. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft schätzt allein die versicherten Schäden auf rund fünf Milliarden Euro. Die tatsächlichen wirtschaftlichen Schäden werden weit höher liegen. Der frühere Weltbank-Chefökonom Nicholas Stern hat schon 2006 die jährlichen Kosten des Klimawandels auf mindestens fünf Prozent des globalen Bruttoinlands­produkts geschätzt – für 2022 wären das etwa fünf ­Billionen Dollar. Heute muss man die Folgekosten des ­Klimawandels vermutlich noch viel höher ansetzen.

"Wenn wir weitermachen wie bisher, würden wir auf Kosten anderer leben"

Das Argument, die sozial-ökologische Wende sei "zu ­teuer", hat endgültig ausgedient. Denn das, was wir heute als zu teuer ansehen, muss ja trotzdem bezahlt werden. Nur dann nicht mehr von uns, sondern von der jetzt jungen Generation und vor allem von den künftig Lebenden – und zwar mit noch weit höheren Kosten. Wenn wir weitermachen wie bisher, würden wir weiter auf krasse Weise auf Kosten anderer leben. Das ist nichts anderes als purer Egoismus!

Jetzt geht es darum, nicht nur von Verantwortung zu reden, sondern auch aus Verantwortung zu handeln. Das ist nicht zu viel verlangt, sondern folgt schlicht und einfach aus dem, worauf unser Zusammenleben basiert und was Jesus in der Goldenen Regel so zusammengefasst hat: "Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch" (Matthäus 7,12).

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Lesermeinungen

Ergänzung v. 17.9.21:
In das Stammbuch geschrieben! Am 17.9.21 die Meldung von der UN, dass im 1. HJ 21 die Emissionen wieder weltweit das Niveau von 2019 erreicht haben. Die Weltwirtschafft boomt nur mit Emissionen, und wir und alle anderen auch, möchten deren Früchte genießen. Und wenn man selbst beabsichtigt, es auch künftig vorbildlich zu tun, müssen die letzten Ahnen schuldig sein. Am Freitag auf die Straße gehen und dagegen demonstrieren, den Regierungen, die man selbst gewählt hat, die Schuld geben, und dann noch entsprechend wählen, macht zwar das eigene Gewissen etwas freier, ändert aber an den langfristigen Zivilisations-Ursachen und deren kurzfristigen Folgen nichts.

Die Natur per Gesetz verändern? Auch die Freitagsdemonstrierer sagen nicht, was denn verändert werden kann, damit sich im Erlebensfall (noch 100 Jahre?) das Klima auch nur marginal ändern könnte. Die gesamte Zivilisation hat mit ihren "Errungenschaften" das Klima weltweit verändert. Früher unmerklich langsam, aber nach der Industrialisierung (ca. 1750) immer schneller. Durch natürliche Schwankungen war der Einfluss nur nicht sichtbar. Was lange dauert, kann schnell zu Ende gehen. Es ist auch falsch, den vorherigen Generationen Schuld zu geben. Wenn, dann fängt die Schuld mit dem Beginn der Zivilisation vor ca. 12000 Jahren an. Soweit zurückzudenken und dann auch noch rechtzeitig danach zu handeln, überstieg alles Wissen. Wir bekommen die Quittung von der Natur, die niemand, auch kein Gesetz oder gar eine Religion, beeinflussen kann. Ursachen und Zeichen der Veränderung sind alt. Im Mittelalter wuchs (Merian-Stiche) bei uns (Schwarzwald, Mittelgebirge) kaum ein Baum. Alle verfeuert für Wärme und Eisen. Die Böden waren ausgelaugt. Erst der Kunstdünger brachte für die Erträge die Wende. Das Klima verhält sich wie die Gesundheit eines Rauchers. Zu Beginn in jungen Jahren noch Hochleistung. Wenn aber nach 40 Jahren Rauch die Lunge beginnt, Schwierigkeiten zu machen und sie in 2 Jahren funktionsuntüchtig geworden ist, hat auch das persönliche "Gesundheitsklima" ein Problem. Mit dem Rauchen aufhören macht den Körper nicht neu und widerstandsfähig. Wer dennoch eine „gesundheitlich/klimatisierte" Wendung zum Besten verspricht, ist ein Scharlatan. Es ist bitter, wenn schon das religiöse Paradies zu unwirklich ist um wahr zu sein, dann auch noch das irdische Paradies in weite Ferne entrücken zu sehen. Die Kunst ist dabei, dennoch die Lebensfreude nicht zu velieren. Prost.

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beziehe mich auf den Artikel in 0.9. 2021 Klimaschutz, wer wäre nicht dafür!
Aber es wird immer so getan als wenn Deutschland eine Insel ist, dem aber ist nicht so!
Der weltweite Co2 Ausstoß ist ca. 40 Milliarden, der Anteil Deutschland ist 750 Millionen, also rund 2%!
Solange China ein Kohlekraftwerk nach dem anderen baut, bleibt der Klimaschutz Makulatur.
Viele Grüße
Jacobsen

Sehr geehrte Damen und Herren,
im letzten Heft beschäftigt sich der Bischof mit der Flut im Ahrtal und fordert mehr Anstrengung für den "Klimaschutz". Dabei zeigt ein Blick in die Vergangenheit, dass es schon immer Warmzeiten, Kaltzeiten und Extremwetter gab. Besser wäre, gleich ob man an den menschlichen Einfluss auf das Klima glaubt oder nicht, ausreichenden Schutz vorzusehen und in kritischen topografischen Bereichen auf Besiedlung und Baumaßnahmen zu verzichten. Im Anhang habe ich die Kopien von zwei Mails beigefügt, die meine Argumente unterstreichen. Die Anhänge zur älteren Mail(DWD-Bericht, Hochwasser im Ahrtal) habe ich weggelassen, da sie zu sehr ins Detail gehen.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Goretzko

Dort heißt "Die Flut im Ahrtal zeigt es: Wir müssen ... gegen den Klimawandel vorgehen".
Ich habe Chrismon immer gern gelesen, weil hier nicht immer einfach das nachgeplappert wird, was gerade in allen Nachrichten und Kommentaren "in" ist. Aber hier ist es dann doch passiert! Wieso sage ich das? Ich habe in der "Wasser und Abfall" einen allerersten wissenschaftlichen Artikel von der TWH Aachen zu den Geschehnissen im Ahrtal gelesen. Eine erste Stellungnahme dort lautet: Es reicht nicht, gegen den Klimawandel vorzugehen, um derartige Ereignisse zukünftig zu verhindern. Die nächste derartige Extremwetterlage kommt auch unter den jetzigen Bedingungen, wir wissen nur nicht, wo und wann. Und in der Wetter Online hieß es, dass es im Ahrtal auch 1804 und 1910 schon ähnliche Niederschlagsmengen gegeben hat. Das Ausmaß der Ereignisse im Ahrtal sind also menschengemacht, aber nur zum kleineren Teil durch den Klimawandel, zum größeren Teil durch die Bebauung.
Um es den Lesern leichter zu machen, meine Worte einzuordnen: Ich will keinesfalls leugnen, dass wir Menschen den Klimawandel beschleunigen. Ich benutze auch das Fahrrad und nicht das Auto, wo es geht, und habe so schon ca. 120000 km mit dem Fahrrad zurückgelegt. Und ich stehe auch voll hinter den Worten Jesu, der sagt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, das ist das höchste Gebot. Dazu gehört hier aber auch, dass man die Wahrheit sagt. Und das ist: Wenn man in einem Extrem-Hochwasser gefährdeten Gebiet wohnt, dann muss man auch mit einem solchen rechnen. Nicht nur in einem bei gewohnlichem Hochwasser gefährdeten Gebiet. Und daher meine Bitte an Chrismon: Bleibt eurer eigentlichen Linie treu, folgt Gott und nicht der derzeit geliebten "Klimareligion".
Viktor Blümel
25813 Husum

Und wieder ein kluger Artikel, der über die Aussage "Wenn wir weiter machen, wie bisher ......." keine konkreten Schritte aufzeigt, was zu tun ist, bzw. was wir tun werden. Es stünde Herrn Bedford-Strohm nicht schlecht an zu enden: Ich werde ab sofort ............ - Und was werden Sie tun, bzw. lassen? Solch persönliche Anstöße ermutigen uns und bringen uns vielleicht ein wenig voran.
Gerd Menzel
Puls

Wer schon mal im Ahrtal gewandert ist, weiß aus eigener Anschauung, wie tief eingeschnitten und eng es dort ist.
Auch, dass der Untergrund aus weitgehend Wasser undurchlässigem Gestein besteht. Man konnte dort auch erfahren, dass deshalb schon 1601, 1719, 1804 und 1910 durch übermäßige Niederschläge katastrophale Hochwasser das Tal in ähnlicher Weise zerstörten, wie jetzt das Hochwasser 2021. Es handelt sich offensichtlich um Jahrhundertereignisse.
Diesmal ist der entstandene Schaden jedoch immens, da man trotz zurückliegender abschreckender Beispiele die gefährdeten Flächen weiter durch Besiedlung verdichtete, er ist also weitgehend „menschengemacht“.
Zusätzlich ist das Gespür für mögliche Gefahrenlagen im kollektiven Gedächtnis offenbar soweit verloren gegangen, dass die Behörden die Bevölkerung nicht einmal rechtzeitig vor der nahenden Flut warnte - und sei es mit Lautsprecherwagen-was viele Menschenleben hätte retten können.
Wer jetzt wie Herr Bedford-Strohm behauptet , die Flut 2021 im Ahrtal sei „menschengemacht“, verursacht durch anthropogenes CO2, sollte auch erklären können, was der Auslöser der Hochwasserkatastrophen 1601, 1719, 1804 und 1910 war, wo der CO2 ja keine Rolle gespielt haben kann.
Auch sein Hinweis, „Das Argument, die ökologische Wende sei zu teuer und hat endgültig ausgedient“, zeigt wieder einmal, wie leichtfertig er über anderer Leute Geld verfügt, die dies erst mal verdienen müssen. Wir reden hier über geschätzte 2-3 Billionen €.
Denn eine Stromversorgung Deutschlands nur aus der Energie aus Wind und Sonne, ohne Gas, Kohle, Öl und Kernkraft kann nicht versorgungssicher funktionieren. Nur dann, wenn wir den jetzigen Endenergieverbrauch von 2500 TWh auf ca. 600 TWh, also auf ein Viertel, reduzieren ( Angabe von Frau Kemfert; DIW). Gleichzeitig soll die derzeitige CO2-Emmission von ca. 9t/Einwohner und Jahr für die nächsten 25 Jahre auf 3t CO2/a reduziert werden (Forderung Schellnhuber).
Dieser drastische Sachverhalt, mit einer Verzwergung Deutschlands als unabdingbarer Folge, wird dem schlecht informierten Bürger jedoch vorenthalten. Im Regierungs- und Wahlkampfsprech wird im Gegenteil vom Erhalt von Wohlstand und Arbeitsplätzen als Voraussetzung für die geplante Energiewende gesprochen.
Da kann man nur an das 8.Gebot erinnern: „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider Deinen Nächsten“.
Christian Gnabs31.08.2021
DI(TU) Christian Gnabs

"Die Flut im Ahrtal" wurde verursacht durch: Zersiedelung, Bodenversiegelung, antike Abwassersysteme und einen katastrophalen Katastrophenschutz. Sie für klimapolitische Forderungen zu instrumentalisieren, ist intellektuell unredlich und sollte sich für den Ratsvorsitzenden der EKD verbieten.
Mit freunlichen Grüßen
Enno E. Dreßler

Ratsvorsitzender Bedfod-Strohm spricht in gewohnt eindringlicher Weise ein wichtiges Thema an, das des Klimawandels. Dabei zitiert er abschließend Matthäus 7,12: "Alles, was ihr wollt, dass Euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch." Wie wahr. Aber den Zusammenhang dieses Jesus-Spruches mit dem Klimawandel erwähnt Bischof Strohm nicht. Es ist der globale Zusammenhang. Wir müssen in Deutschland und Europa mindestens so viel gegen den weltweiten Klimawandel tun (und aus verschiedenen Gründen auch mehr als das), wie wir von anderen Ländern und Kontinenten billigerweise erwarten dürfen.
Das genannte Jesus-Wort (übrigens inhaltlich identisch auch Lukas 6,31) kann bei vielen Fragen eine Richtschnur des Verhaltens und der Mahnung sein. Bei einer Frage aber wird diese Richtschnur von der evangelischen Kirche (in Einmütigkeit mit der katholischen) gerade nicht herangezogen, bei der Organspende. "Wenn du bereit wärst, im Fall der eigenen Not ein Spenderorgan eines Verstorbenen anzunehmen, solltest du dann nicht auch bereit sein, nach deinem Tod Organe zu spenden?" Die Auskunft, die berufene Stellen geben, lautet: Eine solche Frage -- schon die Frage -- würde Druck ausüben, dann wäre die Organspende nicht mehr freiwillig. Sollte aber man nicht sagen: Ja, das ist eben der Druck, den Jesus mit diesem Wort ausüben wollte?
Dr. Rigmar Osterkamp, Bichl, Oberbyern

Nein, es wächst kein Konsens, dass Wetterextreme durch „den Klimawandel“ ausgelöst werden.
Ganz im Gegenteil! Wetterextreme gab es schon immer.
Experten, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) sehen explizit nicht! in dem angeblichen „Klimawandel“ die Ursache für die Flutkatastrophe 2021.

https://presse-augsburg.de/wetterdienst-sieht-klimawandel-nicht-als-flut...

Eine der Ursachen dieser Katastrophe dürfte vielmehr in der Nichtbeachtung der vielen auch internationalen konkreten Warnungen vor Starkregen und Fluten gewesen sein.

Das Ausschlachten von Naturkatastrophen für politische Zwecke ist ethisch betrachtet immer gefährlich. Manche nennen es gar eine „Verhöhnung der Opfer“.

https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/schuld-an-der-katstroph...

Sehr enttäuschend, dass Herr Bischof Bedford-Strohm sich dieser wissenschaftlich und moralisch äußerst fragwürdigen Mittel bedient.
Statt sich vor eindeutig politische „Karren“, wie den „Klimawandel“ spannen zu lassen, wäre es Angemessen, dass sich die Evangelische Kirche wieder auf ihre Kernaufgabe besinnt: Die Verkündigung des Evangeliums: „Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur.“ Markus 16,15

Sehr geehrter Herr Ex-Geheimagent Bryan Mills,

https://taken.fandom.com/wiki/Bryan_Mills_(Neeson)

Ihrem Ansinnen, die Kirche möge das Evangelium aller Kreatur predigen, sehe ich mit Interesse entgegen. Wann wird denn dem SARS-CoV-2 das Evangelium nahe gebracht werden?

Ihre Kritik an der Aussage des Vorsitzenden des Rates der EKD, Herrn Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, "dass die Wetterextreme, die nun auch wir zu spüren bekommen, tatsächlich durch den Klimawandel verursacht sind" durch Ihre Bemerkung "Wetterextreme gab es schon immer." ist unzutreffend. Wetterextreme gab es keineswegs "schon immer". Wetterextreme gibt es erst, seit es Wetter gibt. Und Wetter gibt es erst, seit die Erde eine Atmosphäre besitzt. Und die besitzt sie nicht schon immer. Zunächst nämlich galt: "der Geist Gottes schwebte über dem Wasser". 1.MOSE 1,2.

Sie werfen dem Herrn Bischof vor, er habe Katastrophen ausgeschlachtet. Könnte es sein, dass Sie versuchen, eine Ungenauigkeit des Herrn Ratsvorsitzenden auszuschlachten? Es steht nämlich außer Frage, dass die Zunahme der Stärke und Häufigkeit von Extremwetterereignissen dem Klimawandel geschuldet ist. Das steht allerdings nicht mehr in der Bibel.

Friedrich Feger

"Ich hoffe, dass die Flutkatastrophe politisch eine Zäsur darstellt"

Die nötige Veränderung wieder nur von der Politik abhängig zu machen, ist die herkömmlich-gewohnte, heuchlerisch-verlogene Schuld- und Sündenbocksuche.

Bedford-Strohm: "Bisher kannten wir schlimme Naturkatastrophen vor allem aus dem Fernsehen."

Wenn im Fernsehen jemand verkünden würde: "Ab jetzt wird es nie wieder Werbung geben", dann erst glaube ich die Menschen werden zu Mensch wie Mensch sein soll.