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<Friedrich Feger> schrieb: "mutmaßlich Herr Prof. Dr. Thomas Martin Schneider"
Nein, der bin ich nicht.

In meinen Erwiderungen zitiere ich nachfolgend aus meinem Kommentar auf evangelisch.de (https://www.evangelisch.de/comment/101312#comment-101312):

<Friedrich Feger> schrieb: "Wenn die AfD-Abgeordneten des thüringischen Landtags den Kandidaten der FDP wählen, dann verfolgen sie damit eine politische Absicht."
Gewiss taten sie das. Tun das nicht alle Abgeordneten?! Ich mutmaße: Bodo Ramelow als Ministerpräsidenten abzuwählen, war die politische Absicht. Warum sich dann bei einer demokratischen Wahl in Anbetracht der geringen Wahrscheinlichkeit auf Erfolg des eigenen Kandidaten nicht für den nächstbesten entscheiden?

<Friedrich Feger> schrieb: "Dabei kann offen bleiben, ob schon jetzt der Griff nach der Majorität geplant war oder es vorläufig darum ging, die politische Konkurrenz zu spalten und vorzuführen."
Zur Erinnerung: >>Art. 38 Absatz 1 Satz 2 GG verleiht dem Abgeordneten eine rechtliche Sonderstellung, die ihn berechtigt, parlamentarische Tätigkeit frei von Beeinträchtigungen durch Dritte auszuüben. Weiterhin ist er bei der Wahrnehmung seines Amts weder an Aufträge noch an Weisungen gebunden, sondern lediglich seinem Gewissen unterworfen. Dies wird in der Rechtswissenschaft als freies Mandat bezeichnet.<<
Das Ergebnis der Ministerpräsidentenwahl lautete: Kemmerich 45 Stimmen, Bodo Ramelow 44 Stimmen. Schlichtweg ein Mehrheitsentscheid. Demokratisch eben. Von "spalten" und "vorführen" kann doch nur sprechen, wer unsere liberale Demokratie nicht begriffen hat. Die Nichtanerkennung des Ergebnisses eines Mehrheitsentscheids und die Forderung nach Neuwahlen bis zum Eintritt eines gewünschten Resultats ist nicht demokratisch, sondern totalitär und willkürlich.