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"sondern nur ihrem eigenen Gewissen unterworfen sind" schrieb m.schneider, mutmaßlich Herr Prof. Dr. Thomas Martin Schneider. Die sich selbst als bunt bezeichnenden Parteien legen großen Wert auf ihre Behauptung, sie wären grundsätzlich etwas anderes als die neue ungeliebte Konkurrenz um Wählerstimmen. Diese sich selbst als Alternative bezeichnende Partei legt ebenso großen Wert auf ihre Behauptung, sie wäre grundsätzlich etwas anderes als die ungeliebte Konkurrenz der System- oder Altparteien.

Es wird also von beiden Seiten behauptet, man unterschiede sich gewaltig von den jeweils Anderen. Trifft das wirklich zu? Wenn die AfD-Abgeordneten des thüringischen Landtags den Kandidaten der FDP wählen, dann verfolgen sie damit eine politische Absicht. Dabei kann offen bleiben, ob schon jetzt der Griff nach der Majorität geplant war oder es vorläufig darum ging, die politische Konkurrenz zu spalten und vorzuführen. Diese politische Absicht damit zu erklären, da habe das Gewissen in beeindruckendem Gleichklang geschlagen ist allerdings keine Groteske, die eine Spezialität der AfD wäre. Diese Überhöhung politischer Machtkalküle in die luftigen, schwammigen Höhen des Gewissens beherrschen die Bunten seit Jahrzehnten ebenso gut.

Also von wegen Alternative.

Friedrich Feger