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Sehr geehrte Redaktion,
der Artikel "die darf man alles fragen" ist basiert auf Sensationsheischerei. Jugendliche, die zueinerander in Liebe und Zärtlichkeit finden brauchen keinerlei "Beratung", und haben nie eine gebraucht; ausserdem scheint her Benjamin Scholz keine Ahnung von der weiblichen Sexualität zu haben, oder wenigstens noch nicht viel Erfahrung, denn seine Argumente, die er "wissenschaftlich" nennt, sind falsch (wir sind doch keine Roboter).Die Sexualität wächst in jedem Menschen seit der Geburt, seit der Geburt gibt es Erektionen, und die Pubertät ist lediglich eine Zeit der Wirren, in denen das Begehren nach Ausdruck sucht, und sich somit von seiner bisherigen kindlichen Welt ablöst (Psychologie), ferner sind die im Körper stattfindenden Drüsenaktivität bei Mann und Frau verwirrend, die schwer zu erkennen sind, selbst bei Erwachsenen; und die in uns Unbehagen auslösen können, solange wir sie nicht für uns selbst kennengelernt haben. Die geschlechtlichen Erfahrungen machen Mann und Frau gemeinsam, im Gespräch, im sich öffnen, niemand kann im vorherein wissen , was sich zwischen zwei Menschen tut, das ist Intimität und die ist heilig, es gibt eine Schamschwelle, die darf man nicht angreifen. Die in diesem Text verwendeten Worte sind brutal, vulgär und verletzend. Leider "hat" man ja im deutschen Sprachbereich "Sex" "Sex haben", also eine Perspektive, die nicht viel Raum gibt zur Liebe, als wäre es eine Krankheit oder eine Phase, die man so "hat". Wer mit Jugendlichen über die Positionen der Pornografie spricht, der leitet die Ideenwelt von jungen Menschen völlig falsch. Ausserdem ist Herr Scholz kein Mediziner und auch kein Psychologe, denn beides könnte eventuell zusammen gehen, falls ein Jugendlicher Rat anfordern sollte, der sollte aber lieber individuell gegeben werden und nicht in der Gruppe. Die Mediensucht verleitet leider viele zu ungesunden Verhalten und ungesunder Neugier.
Da wäre noch viel zu sagen, und ich würde gerne auf die Einzelheiten eingehen. Dieser Text hat mich sehr schockiert, bei all dem, was er an Falschem beinhaltet, und so was lässt man auf die Jugend los.

In diesem Bereich geht wohl nichts über die eigene Erfahrung, lieber unerfahren in die Sexualität gehen, also mit falschen Ideen, denn Jugendliche haben ja doch leider kann Wahl, sie hören auf die "Weisheit der Älteren" als wäre das die einzige Wahrheit.

Mit freundlichen Grüssen

PS: Frau Gille als Gynäkologin hat sicher von den Bartholin-Drüsen gehört, das könnte Ihr helfen über Sexualität zu sprechen. Letztlich funktionnieren die Drüsen aber nur, bei Zuneigung, weil sie mit dem Kopf zusammenarbeiten: die Zuneigung sollte man pflegen und Liebe lernen, davon gibt es leider nicht mehr viel.
Gabriele Kammer