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Sehr geehrte Damen und Herren!
Sehr geehrter Herr Bedford-Strohm!
"Die Opfer von Krieg und Gewalt heute schreien genauso" schrieben Sie, genauso wie Jesus in zwei der vier Evangelien am Kreuz. Aber wie es aussieht, kann Gott der Allmächtige die Schreie dieser Opfer nicht hören und damit auch nicht erhören.
Gründe hierfür sind sicher auch die vielen Geräusche und Töne, die Sie und die anderen christlichen Kirchen verursachen, mit denen Sie die göttlichen Gehörgänge verstopfen und erschöpfen: das laute Schlagen von Glocken, das extensive Spielen von Orgeln, das wiederholte Absingen von Liedern, das ewige Bekennen des Glaubens, die nicht-enden-wollenden Vorschläge und Bitten, was dieser Allwissende besser machen solle etc. p.p.
All das haben die Ohren Gottes doch schon milliardenmal bis zum völligen Überdruss gehört, aber durch Ihre Arbeit müssen sie es immer wieder und wieder und wieder anhören. Und an seinem göttlichen Ruhetag (Buch Genesis 2,3) muss er davon sogar besonders viel ertragen. Ich bitte Sie daher dringend, dies in Zukunft zu reduzieren oder am besten ganz zu unterlassen. Denn nur dann würden Gottes Hörorgane das schwache Flehen seiner unterdrückten Kreatur endlich besser hören können. Und nur dann würde er vielleicht nicht erst im "neuen Himmel und der neuen Erde" sein Taschentuch hervorholen, um "alle Tränen von ihren Augen" abzuwischen.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Schleyer