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Untersuchungen haben gezeigt das Geschlechtsspezifische Unterschiede auch bei gleicher Ausbildung bestehen bleiben.

Probanden in Hörtests konnten mit einer Genauigkeit jenseits des Zufalls (65-80%) von der Stimme auf das Geschlecht schließen.

Verantwortlich dafür sind in erster Linie zwei Faktoren.

- Die Obertöne (Mess- und hörbar) der stimmen von Jungen und Mädchen sind unterschiedlich. Durch regelmäßige Stimmausbildung wird dieser Effekt noch verstärkt.

- Die Anatomie der Stimme ist bei Mädchen / Jungen unterschiedlich. Insbesondere die Größe der Lunge und der Stimmlippenschluss unterscheiden sich deutlich.

Die unterschiedliche Entwicklung setzt im Alter von etwa 8 Jahren ein und wird mit zunehmendem Alter stärker.

Die Vielfalt an Klangkörpern ist der größte Schatz der Chormusik und dazu gehören auch Mädchen und Knabenchöre. Das hat auch das Berliner Verwaltungsgericht erkannt und ist der Feststellung gefolgt das es einen Knabenchorklang gibt der von der Kunstfreiheit geschützt wird.

Aber auch abgesehen von Klangästhetischen Erwägungen , gibt es gute Gründe für den Erhalt von Mädchen- und Knabenchören.

Insbesondere wichtig ist in diesem Zusammenhang die Tatsache das Kinderchöre in der Regel einen sehr geringen Anteil an Jungen aufweisen.
Leistungsorientierte Knabenchöre leisten einen wichtigen Beitrag bei der Ausbildung von Sängern die an den Universitäten auch jetzt schon unterrepräsentiert sind.

Nicht zu unterschätzen ist auch das Mädchen wie Knabenchöre einen wichtigen Rückzugsraum bieten.

Prof. Fuchs über die Stimme bei Mädchen und Jungen
https://youtu.be/0Gs-0nLcoz8

Pressemitteilung zum Urteil in Berlin
https://www.berlin.de/gerichte/verwaltungsgericht/presse/pressemitteilun...