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Liebe Frau Ott, liebes chrismon-Redaktionsteam,
in dem sehr interessanten Gespräch über Afrika mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der gebürtigen Kamerunerin Veye Tatah war trotz der riesigen Probleme, die der Schwarze Kontinent hat, erfreulicherweise auch gedämpfter Optimismus zu spüren. Vor allem Minister Müller hat neben bisherigen Erfolgen deutscher Entwicklungshilfe in Afrika die ungeheuer großen Herausforderungen dargestellt, die sich der Dritte-Welt-Politik in Zukunft dort stellen - und sich dabei zuversichtlich gezeigt.

Nichts gegen die beruflich wohl sehr tüchtige Frau Tatah, aber die Frage stellt sich, ob die bereits seit 1991 in Deutschland ansässige Afrikanerin wirklich eine kompetente Gesprächspartnerin für den Minister über die Probleme ihres Heimatkontinents war. Denn wer kritisiert, es zurecht auch als Problem bezeichnet, dass afrikanische Eliten, wie sie selbst, im Westen leben, kann nach meiner Meinung nur noch schwerlich eine authentische Stimme Afrikas sein. Auch einige Aussagen und Forderungen von Frau Tatah bestätigen diese Realitätsferne. Schade, dass keine wirklich in Afrika lebende Persönlichkeit an dem Gespräch teilgenommen hat.
Mit besten Grüßen
Manfred H. Obländer