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Es ist noch nicht lange her, dass Europa nahezu ohne Wald war. Flüge über Spanien, den Balkan und Italien lassen das ahnen. Übrig blieben Gebüschwälder. Erst nachdem die Kohle das Holz als Heizmaterial ersetzen konnte, wurde aufgeforstet. Das Klima, wenn es denn tatsächlich nur CO2, Methan und Lachgas als Ursache sein sollten, wird durch diese technischen Abfallprodukte der Zivilisationsfolgen schon seit mehreren Jahrhunderten verändert. Wenn auch unmerklich und vielfach überlagert durch natürliche Ursachen. Kleine Eiszeit von ca. 1550-1850 und die Folgen von Vulkaneruptionen. Unser Leben, wie wir es seit über 2000 Jahren (Erzgruben gibt es schon wesentlich länger) verstehen wollen, bedeutet Verbrauch und Vernichtung von Rohstoffen. Was so nachhaltig und massiv verändert wurde, lässt sich nicht mehr aufhalten. Wer es dennoch glaubt, heilt auch mit Homöopathie, glaubt an Engel und erhofft sich esoterische Weisheiten von indischen Gurus. Der Weg des Verbrauchs, der Globalisierung und mit ihr der Wertwandel und die Komplexität der politischen und ökonomischen Zusammenhänge ist zwingend. Da kann auch die Politik nichts dran ändern. Die Zivilisation frisst sich selbst auf. Schande über den, der das Unabänderliche erkennt. Aber auch über die, die den jugendlichen Idealisten einreden, dass an der Entwicklung nur die Regierungen schuld sind und es möglich ist, per Gesetz die ganze Welt zum Besseren zu missionieren. So wird nur Frust gesät aber kein "Mea Culpa" geerntet. Es ist schmerzlich zu erkennen, dass auch wir mit unserer Kultur und unserem Gesellschaftsverständnis endlich sind. Deswegen heulen, jammern, verzweifelt sein? Nein. Morgen noch einen Apfelbaum pflanzen ist die bessere Idee.