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....und er/sie ist nicht einmal bereit zu platzen, wenn ihr die Luft zu stickig wird. Grundsätzlich gilt, je dominanter die Ideale bzw. Ideologie, je stabiler die "Blase".

Außerdem, alle diskutieren in erster Linie die Ergebnisse, aber kaum jemand ist bereit, die Ursachen unter die Lupe zu nehmen. 1. Beispiel: Viele schimpfen über die Politik, aber nur die Wenigsten wissen, wie groß und stark Schultern sein müssen, um diese Probleme zu tragen und zu lösen. Die Einfachheit siegt populistisch immer über die Komplexität. Das Nationale ist immer näher und verständlicher als das Globale, auch wenn einzig nur durch die Globalität ein Hemd € 5 kostet. 2. Beispiel: Die Mieten sind zu hoch. Stimmt. In anderen Ländern (Italien, Griechenland, England) ist der Eigentumsanteil wesentlich höher. Damit werden in diesen Ländern durch den ausgleichenden Eigentumsfaktor die Mieten in der Fläche -nicht in den urbanen Oberzentren!- erträglicher. In den 50+60gern wurde, um die Kriegsfolgen abzufedern, der Soziale Wohnungsbau massiv betrieben. Die geringen Mieten waren ein zu geringer Anlass für Eigentum. Dass deshalb seither bei uns als preisberuhigende Alternative zu wenig Eigentum besteht, ist mit ein Grund für die Misere. Der Fluch der guten TAT. Erkennt man diese Zusammenhänge, fällt ein Teil der Diskussion um. Alle Foren auf und ab, immer das gleiche Bild. Die Ergebnisse werden beklagt und die Ursachen gehen in der stickigen Diskussionsluft unter.

3. Beispiel. Das Klima, bzw. das Wetter ist vermutlich ein Ergebnis der schädlichen Gase. Die Abgase sind das Endprodukt der vernichteten Ressourcen. Nationale Gesetze können dem Wetter keinen Halt an unseren Grenzen gebieten. Und was selten von den einfach Urteilenden bedacht wird, Solar und Windrad erzeugen nur Energie, aber keine Rohstoffe. Das Übermaß an Co2, Methan sind nur die Folgen unseres Strebens nach Wohlstand. Der aber hat sein Fundament in der Zivilisation und deren Fortschritte. Und diese technischen und sonstigen Wohltaten (Arbeitszeiten, Urlaube) will niemand missen.

Grundsätzlich gilt auch, dass ein STOPP der Entwicklung nicht mit Kleinigkeiten zu erreichen ist. Mindestens 50% unseres Wohlstandes müßte gekappt werden, damit wir nicht mehr das Wohlstandsziel aller anderen sind. Für diesen „Kredit“ an die Anderen und die nächsten Generationen ist kaum jemand bereit. Zumal auch nicht sicher ist, ob ein solcher Verzicht viel bewirkt. Demokratie bedeutet nicht zwingend Vernunft. Besteht Einigkeit in der Frage der grundsätzlichen Ursachen, kann auch eine Diskussion nützlich sein. Davon sind aber alle weit, weit entfernt.