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Herr Rink hat der Sache – unserem Bewusstsein, dass wir eine Landesverteidigung haben und brauchen, und die Männer und Frauen, die diesen „Job“ machen, Respekt verdienen – einen großen Dienst erwiesen. Ich bin sicher, dass Sie auch viele entrüstete Mails bekommen von Menschen, die die Berliner SPD-Entscheidung begrüßen, keine militärischen Aspekte an Berliner Schulen zu dulden, weil jede Erinnerung daran, dass Freiheit verteidigt werden muss, damit wir sie nicht verlieren, unangenehm ist und verdrängt wird.
Wir lesen aktuell über die unglaubliche Courage der Bürger von Hongkong, sich ihre Stadt nicht von den Chinesen wegnehmen zu lassen, aber das ist ja weit weg und betrifft uns nicht. Oder? Wir kaufen täglich Gegenstände, die in China produziert wurden, beklagen den Plastikabfall auf den Weltmeeren usw., kommen aber nicht auf die Idee, chinesische Produkte zu meiden, denn das beträfe uns ja selbst. Und die Chinesen sind ja viel zu mächtig, um sich auf einen Konflikt mit ihnen einzulassen… Also lassen wir das Militär am besten ganz weg und warten, bis uns „jemand“ sagt, was wir zu tun und zu lassen haben? Da schreit dann jeder „nein!“, aber die Konsequenz will er nicht tragen, nicht mal, dass andere Bürger dieses Landes sich hinstellen und sagen „bis hierher und nicht weiter“.
Das ist beschämend. Herr Rink hat einen Beitrag zum Verständnis und zur Würdigung des Soldaten/der Soldatin geleistet, und die neueste Entscheidung der Bundesregierung, dass Soldaten ab sofort freie Fahrt bei der Bahn haben, geht in die richtige Richtung. Natürlich sind dahinter weitere Konsequenzen: Soldaten brauchen Waffen, die funktionieren, und die möglichst in Deutschland oder Europa hergestellt werden, ob Gewehr oder Panzer, oder die neue „Cyber-Force“ gegen digitale Eindringlinge. Auch vor den Bildschirmen sitzen Soldaten.
Die Abschlussbemerkung von Herrn Rink – das Zitat von John F. Kennedy – ist der Zeit angemessen; es ist höchste Zeit, sich aus den Filterblasen des Internets zu befreien und der nicht immer angenehmen Wirklichkeit ins Gesicht zu schauen. Wollen wir hoffen, dass das in immer mehr Fällen gelingt. Zu Hause, in der Schule, in der Öffentlichkeit.

Für Sie in der Redaktion habe ich nur den Wunsch, dass Sie weiter auch kontroverse Themen publizieren (mit dem Artikel „Was wirklich hilft, wenn man krank ist“ war ich z. B. nicht konform, aber das ist völlig in Ordnung).