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Es stimmt, diesen Ausruf hört man hierzulande selten. Beim vorliegenden Artikel ist er allerdings sehr angebracht. Der Vortrag lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Hier muss nicht erst durch Analyse der Zusammenhang von Gottesglaube und grausamer Gewalt zur Kenntlichkeit gebracht werden. Hier wird erfreulich umstandslos die Propaganda, die jeder Staat für sein Militär macht, schlichtweg wiederholt. Ausgerechnet das Militär soll eine "Gewalt eindämmende Wirkung" haben. Ohne Barras steht "vor dem Rathaus ein völlig zerschossenes geschmücktes Brautauto".

Als Kronzeugen für Einsichten dieses Kalibers sollen dann lebendig heimgekehrte Soldaten in den Schulen auf die Schüler losgelassen werden. Also, fragen wir doch mal die Besatzungen der 14 deutschen Aufklärungs- und Elektronischen Kampfaufklärungsflugzeuge, die dabei waren, als im Krieg gegen Serbien, pardon, in der Operation Allied Force ab 24. März 1999 die zivile Infrastruktur Serbiens angegriffen wurde. Da muss Heiraten besonders Spaß gemacht haben.

Im Detail: "Die Schwaden aus den brennenden Fabriken hüllten Pancevo in eine Giftwolke. Sie bestand aus einer ätzenden und giftigen Mischung von Chlorwasserstoff, Vinylchlorid, Schwefeldioxid und Phosgen, das vor allem für seinen Einsatz als Lungenkampfstoff im Ersten Weltkrieg bekannt ist (siehe auch Grünkreuz). Ärzte sollen schwangeren Frauen zur Abtreibung und für zwei Jahre zur Vermeidung von Schwangerschaften geraten haben, weil sie Fehlbildungen bei Kindern befürchteten." Aus https://de.wikipedia.org/wiki/Kosovokrieg#Luftschläge_auf_zivile_Infrastruktureinrichtungen

Tja, und die verstockten Serben sagen bis heute nicht "Danke, liebe Bundeswehrsoldaten", wie es doch aus christlicher militärbischöflicher Sicht angebracht wäre.

Traugott Schweiger