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Meine Distanz zur Militärpolitik der Bundesrepublik ist groß. Die Leistungen der Soldaten der Bundeswehr achte ich.
Bischof Rink beunruhigt es, wenn das Interesse an der Arbeit der Soldaten so gering ist. Er bemerkt immerhin, dass die Mehrheit der Deutschen, die Beteiligung der Bundeswehr an Auslandseinsätzen ablehnt. Trotzdem werden Jahr für Jahr durch eine Mehrheit im Bundestag die Einsätze beschlossen und weitergeführt. Jahr für Jahr kommen Soldaten aus diesen Einsätzen zurück, die physisch und psychisch verstümmelt sind. Was bewegt Bischof Rink bei diesem Widerspruch? Ich rate meinen Enkeln ab, in der Bundeswehr zu arbeiten, solange es keine Übereinstimmung zwischen dem Wunsch der Mehrheit in der Bundesrepublik und der Mehrheit des Parlamentes gibt.
Ich bin für ein soziales Jahr von Frauen und Männern. Solange es nicht dazu genutzt wird, Versäumnisse der Regierung und der Wirtschaft in der sozialen Ausgestaltung durch unterbezahlte junge Menschen zu übertünchen.
Das Erlebnis im Kososvo scheint Bischof Rink nicht hinterfragt zu haben. Seit Jahren muss die EU im Kosovo Stabilisierungsaufgaben durchführen. Er ist ein in seiner jetzigen Form ein nicht lebensfähiges Konstrukt. Die Bundesrepublik hat sich durch ihre Teilnahme an einen nicht von der UN sanktionierten Natokrieg mitschuldig gemacht. Wie unser Land aus dieser Misere herauskommt, bewegt mich schon. Ähnlich ist es mit zahlreichen anderen Einsätzen der Bundeswehr im Ausland. Hineingehen funktioniert, aber wie man herauskommt weiß wohl keiner.
Der nächste Einsatz ist im Gespräch: Die Deutsche Marine in der Straße von Hormos um die Freiheit der Wirtschaftswege zu verteidigen. Die USA erklärt einen internationalen Vertrag für Makulatur, verhängt Sanktionen in großem Ausmaß über den Iran. Sie sind mit ihrer Flotte vor den Küsten Irans präsent. Was erwarten die hilflosen Europäischen Regierungen eigentlich, dass der Iran zu Kreuze kriecht und auf den Knien um Frieden bittet. Der Iran ist wie die USA ein aggressiver Staat, der seine Interessen vertritt. Uns jetzt vorzugaukeln, dass ein militärischer Einsatz in diesem Gebiet nicht den Atomkonflikt Iran-USA berührt, ist mehr als simpel. Aber es könnte sein, dass wie gehabt, die Mehrheit im Bundestag es anders sieht.
Ich bin gegen das Auftreten von Jungoffizieren vor Schülern.
Ja, es wäre mir lieb, wenn die Bundeswehr sich auf drei Waffengattungen beschränke: den Katastrophenschutz, auf die Flieger der SAR-Gruppe und die Blaskapellen. Ich bin voller Hochachtung vor dem, was die Soldaten in den Waldbrandgebieten und bei Überschwemmungen leisteten und leisten. Danke, Soldatin!
Die Gedanken und Vorstellungen von Bischof Rink zu lesen, ist für mich wichtig gewesen. Danke Bischof Rink. Sie zeigen mir, wie seicht man mit diesem wichtigen Thema umgehen kann, auch in dieser Funktion. Man kratzt an der Oberfläche, aber bitte nicht so tief. Und er macht am Ende
auch auch die Ursachen deutlich die „First World Problems!
Ja, es sind unsere Töchter und Söhne, die in der Bundeswehr Dienst tun. Aber wenn sich dieser Dienst im Widerspruch zur Mehrheit der Bevölkerung befindet, sollte man darüber doch mal nachdenken?