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Sehr geehrter Herr Gemeindepfarrer Hauff,

Sie haben den Artikel laut Selbstauskunft mit wachsendem Unmut gelesen. Es stimmt, dass keiner der beiden Ärzte zu einem Pflaster aus Pflaumen (Lutherübersetzung) oder Pflaumenkuchen (Elberfelder Übersetzung) rät, obwohl es Jesaja 38, 21 tut. Das andere Ende der von Ihnen positiv erwähnten Spanne der Heilungswege bildet das Gebet. Die meisten Ärzte kennen dieses Ende sehr gut und nehmen ihre Patienten ins Gebet mit den Worten: "Weniger saufen! Mehr Sport!"

Was ich bei Ihrem Unmut noch nicht ganz verstehe ist die implizite Behauptung, die Homöopathie wäre anzusiedeln irgendwo in der Spanne von Gebet bis Pflaumenkuchenpflaster. "Gerade von den biblischen Texten her wissen Kirche und Theologie von unterschiedlichen Wegen der Heilung - in der Spanne von Gebet über Berührung bis hin zu medizinischen Hilfsprodukten wie Pflaster (Jesaja 38) und Arzneimitteln."

Soweit meine Bibelkenntnisse reichen, hat Jesus eifrig geheilt und Teufel ausgetrieben. Hat er aber je einen großen Teufel mit Hilfe eines kleinen Teufels ausgetrieben? Von solcher homöopathischer Heilertätigkeit ist mir nichts bekannt. Ich lasse mich aber gerne von Ihnen als Fachmann eines Besseren belehren.

Mit evangelischem Gruß

Adam Mair