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Zu Ihrer Frage bezüglich der "Widersprüchlichkeit" von Frau Grams: Etwas zu erkennen, ist meist ein Prozess. Frau Grams hatte bei der Erstauflage ihres Buchs "Homöopathie neu gedacht. Was Patienten wirklich hilft" (2015) noch gehofft, es lasse sich eine Brücke schlagen zwischen Homöopathie-Anhängern und Kritikern - die homöopathischen Medikamente hatten sich als nicht wirksamer als Placebo erwiesen, so lernte sie aus Studien, aber das ganze Setting einer homöopathischen Behandlung schien ihr hilfreich und also erhaltenswürdig. Doch dann sah sie, dass ein Brückenschlag nicht möglich ist, zu unversöhnlich erschienen ihr die Lager. Der Verlag (Springer) wollte das Buch aber 2018 in einer Zweitauflage herausbringen, darin hat Frau Grams im Vorwort ausführlich geschrieben, dass und warum sie sich zwischenzeitlich noch weiter von der Homöopathie entfernt habe.Ihr jüngstes Buch "Gesundheit! Ein Buch nicht ohne Nebenwirkungen" (2018, Springer) ist daher ganz anders. Darin geht es ausführlich u.a. um Selbstheilungskräfte, den Placebo-Effekt, ob es einen Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Medikamenten gibt, um die Pharmaindustrie oder warum es keine Alternative zu wirksamer Medizin gibt.
Christine Holch
Redaktion chrismon