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Der Spruch "Wer heilt, hat recht" geht vielen Ärzten leicht über die Lippen. Das gilt für die sogenannten Schulmediziner wie auch für Homöopathen und andere Alternativärzte.

Der Spruch ist allerdings ein Irrtum. Ein gefährlicher Irrtum übrigens. Wer heilt, hat einen Heilerfolg und der Patient freut sich. Ob das zutrifft, was sich der Arzt und/oder sein Patient zu den Gründen der erfolgreichen Behandlung denken, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Wenn ein Exorzist einer Frau per Exorzismus den Teufel austreibt, kann es durchaus passieren, dass die Frau sich hinterher besser fühlt. Ob es deswegen aber stimmt, dass es einen Teufel gibt, der herumteufelt und sich durch Gebete und anderen Schabernack dazu bewegen lässt, auszufahren, kann nur durch Argumente geklärt werden.

Wenn dieses Prüfen der Argumente unterbleibt, dann haben die Exorzisten und die sie unterstützenden Bischöfe freie Bahn und leichtes Spiel. Das kann für andere, die sich auch dem Exorzismus unterziehen und dabei Schaden leiden bis hin zum Tod, sehr übel enden.

Also: Wer heilt, kann auch völlig daneben liegen.

Friedrich Feger