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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin erstaunt, dass der Artikel "Was hilft wirklich, wenn man krank ist?", in Chrismon erschienen ist – nicht wegen des Inhalts, sondern wegen der Art des Interviews, geführt von der erfahrenen und mit Preisen ausgezeichneten Chefreporterin Christine Holch. Der Titel des Beitrags lässt durch den Begriff „wirklich“ eine objektive Auseinandersetzung mit dem Thema erwarten und nicht die Widergabe von subjektiven Meinungen, selbst wenn sie von Experten stammen. Die Behauptungen der Interviewten werden nicht konsequent hinterfragt, beispielsweise die Aussage, dass korrekt durchgeführte Studien zur Wirkung von Homöopathie und Akupunktur lediglich Placeboeffekte finden würden. An einer solchen Stelle wäre doch die Frage zu behandeln, ob diese Darstellung der Untersuchungslage korrekt ist. Unterbleibt dies, ist ein solcher Artikel lediglich Werbung für die Position des Interviewten, aber kein kritisch-reflektierter Journalismus, wie er in chrismon praktiziert wird.
Mit besten Grüßen
Dieter Hermann