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Sehr geehrte Frau Holch,
die derzeitige Diskussion um die Homöopathie beschäftigt viele Menschen, und es wird viel geschrieben und geredet. Ich bin selbst Schulmedizinerin, wende aber durchaus mit viel Erfolg Medikamente aus der Homotoxikologie an - das ist nicht die klassische Homöopathie, bedient sich aber deren Wirkmechanismen. Ich bin entsetzt und enttäuscht, wie sich ausgerechnet Chrismon in die Diskussion einschaltet, indem nur eine über 4 Seiten (!) geführte Argumentation gegen dieses schon so lange angewendete Verfahren gebracht wird, den Befürwortern aber keine Möglichkeit gegeben wird, ihre Sichtweise darzustellen. Man kann zur Homöopathie als Kassenleistung stehen, wie man will, aber das Verfahren so in Bausch und Bogen zu verdammen, wie es die interviewten Kollegen tun, halte ich für Polemik und völlig übers Ziel hinausgeschossen. Und dieses Zurückziehen auf die "Wissenschaft" ist zu kurz gesprungen. Nur weil wir uns physikalisch jetzt noch nicht vorstellen oder erklären können, dass und warum Homöopathie wirkt, heißt das noch lange nicht, dass dem so ist. Dann kann man auch nach dem "Wissenschaftlichen Beweis" der Existenz Gottes fragen. Da ist es wohl völlig legitim, den Glauben anzuführen??? Die "Wissenschaft" konnte sich vor Jahren auch kein Internet vorstellen, also warum diese Absolutheit in der Diskussion um Homöopathie?
Ich erwarte von allen Beteiligten ein bisschen mehr Mäßigung in ihren Äußerungen, denn unser Wissen ist klein und unvollständig.
Und von Chrismon erwarte ich eine ebenso engagierte Diskussion für die Homöopathie in der nächsten Ausgabe.
Mit freundlichem Gruß