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Dr. Martin Luther war ein großer Freund der Streitgespräche, Gespräche also, wo gegensätzliche Meinungen zu Wort kommen und dann eine Lösung gefunden werden sollte.

In dem Artikel Chrismon 8.2019 S. 28 schreiben zwei Gegner der Homöopathie und machen sie lächerlich. Weit besser wäre es gewesen, hätte man einen Gegner der Homöopathie z.B. Frau Dr.Natalie Grams mit einem Kenner der Homöopathie diskutieren lassen. Wissenschaftliche Leiter seriöser homöopathischer Firmen hätten sich sicher gerne zur Verfügung gestellt. Ich denke da an Firmen wie Weleda, DHU, Madaus, Wala, Pascoe Hervert, Nestmannn.

Was in dem Artikel, der alles einfach als Placebo abtut, wichtiger gewesen wäre, die Grenzen aufzuzeigen. Es gibt unendlich viele Krankheiten, die nur die Schulmedizin therapieren kann, wo Großes geleistet wird. Aber es gibt auch viele Fälle, wo die Homöopathie sinnvoll ist. Gerade im Grenzbereich, wo die Eigenabwehr nicht stark genug ist und einer Unterstützung bedarf, oder in der Nachtherapie nach schweren Erkrankungen oder bei chronischen Erkrankungen.

Die Akupunktur ist längst wissenschaftlich belegt, ich verweise da z.B. auf das Buch Porkert/Hempen, Systematische Akupunktur. Prof. Dr. Manfred Porkert war Extraordinarius für Sinologie und Chinesische Medizin an der LMU München. Theoretische Grundlagen der Chinesischen Medizin, sehr anspruchsvoll zu lesen.

Mit Ihrem Artikel verunglimpfen Sie alle homöopathisch oder mit Akupunktur arbeitenden Ärzte und Heilpraktiker, die sich viel Zeit nehmen und sich Mühe machen, beispielsweise für Kinder eine milde, nebenwirkungsfreie Therapie zu finden. Sie verunsichern auch eine Vielzahl von Patienten, i.d.R. medizinische Laien, die bis jetzt mit Homöopathie und Akupunktur gut zurechtgekommen sind.

War das Ihre Absicht? Wenn nicht, sollten Sie sich umgehend um eine Klarstellung bemühen.