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Jeder kann freilich über Homöopathie und Akupunktur denken und sagen, was er möchte. Aber dass Chrismon ein höchstens populärwissenschaftlich gehaltenes Interview mit zwei anscheinend willkürlich gewählten, ihren Äußerungen nach zu urteilen eher mittelmäßigen Medizinern veröffentlicht und so Partei der Homöopathie-Gegner ergreift, ist einseitig, enttäuschend und ungeschickt. Will Chrismon sich damit als objektiv und auf Seiten der Wissenschaften präsentieren? Wäre es nicht klüger, die Grenzen menschlicher, auch wissenschaftlicher, Erkenntnisfähigkeit und die daraus resultierende Notwendigkeit der Toleranz und der Zurückhaltung im Urteil zu betonen? Auch Chrismon baut schließlich auf etwas auf, das wissenschaftlich nicht bewiesen ist, sich der Verifizierbarkeit entzieht, dem Menschen aber guttut.