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Liebe Frau Fischer,
danke, dass Sie mir durch Ihren Leserbrief die Möglichkeit geben, ein paar Dinge deutlicher zu sagen, die vielleicht im Ungefähren geblieben sind.
Natürlich wussten wir schon vor der Anfrage an Frau Grams, dass sie bei den Skeptikern tätig ist. Denn natürlich hatte ich alle Ihre Verbindungen vorher recherchiert. Wir wollten aber nicht Frau Grams' Ansichten zu Glauben + Kirche hören, sondern wir fanden sie für eine Auseinandersetzung über Alternativmedizin interessant.
Frau Grams hat sich auch nicht "extra milde passend zu chrismon gegeben", sie IST einfach eine freundliche Person. Davon konnte ich mich mehrfach überzeugen. Übrigens ist der von ihr als sehr angenehm empfundene Kontakt mit chrismon sicher auch nicht spurlos geblieben.
Dass es aktuell öffentlich viel Diskussion um die Wissenschaftlichkeit der Homöopathie gibt, mag in Deutschland in der Tat auch von Frau Grams und der GWUP befördert worden sein, in anderen Ländern sieht das anders aus. In den USA werden homöopathische Mittel seit langem nicht als zulassungspflichtige Medikamente verkauft, sondern als Lebensmittel bzw. Drogerieartikel, in Großbritannien zahlt der National Health Service nicht mehr dafür, solche Beispiele gibt es viele.
Übrigens will niemand die Homöopathie verbieten, das ist auch nicht Frau Grams' Interesse. Aber die Anerkennung als Medikament und die Bezahlung durch die Krankenkassen, das sollte beendet werden. Natürlich können weiterhin die Menschen zu HeilpraktikerInnen gehen, zumal ihnen dort ja auch deutlich mehr Aufmerksamkeit zukommt, was sicherlich heilend wirken kann.
Ein bisschen erschrocken bin ich über Ihre Bemerkung, dass Frau Grams im Interview ihre Opferrolle betone. Vielmehr war es so, dass ICH sie nach den Beeinträchtigungen gefragt habe, sie selbst hätte von alleine nicht davon berichtet. Und, ehrlich gesagt: Mit Ermordung bedroht zu werden, ist nicht pillepalle, das kann einen, zumal als Familienmutter, wirklich fertig machen. Sehen Sie bestimmt auch so.
Liebe Frau Fischer, bleiben Sie uns - kritisch - gewogen
Herzliche Grüße
Christine Holch
Chefreporterin chrismon