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Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion des Magazins Chrismon,
voller Erschrecken habe ich das Interview von Dr. Grams und Dr. Gottschling in ihrem Magazin Chrismon gelesen. Ich konnte kaum glauben, dass sie als Magazin, das für christliche Werte und Themen steht, Frau Dr. Grams eine Plattform bieten. Die Ärztin Grams ist als Expertin für Homöopathie in allen Leitmedien ( Spiegel, Zeit, Süddeutsche, etc) im Dauereinsatz, dazu noch im Radio und Fernsehen aktiv. Vor allem ist sie in der GWUP ( Gesellschaft zur Untersuchung von parawissenschaftlichen Phänomenen) in leitender Funktion. GWUP kann naturgemäß mit Religionen nicht viel anfangen, denn hierfür fehlt ja komplett die von GWUP massivst geforderte wissenschaftliche Beweisbarkeit. Die Gesellschaft GWUP ist daher in ihrer ganzen Einstellung und Darstellung von Religion durch und durch abwertend und das auch in aggressivem Tonfall. Hier wäre eine gründliche Recherche über GWUP, die Religion per se verachtet, angebracht gewesen. Das beispielsweise "Der Spiegel", der christliche Religonen dauerhaft schlecht macht, keine Schwierigkeiten hat, mit GWUP zu arbeiten verwundert wenig, aber ihr Magazin hat doch sicher einen anderen Anspruch. In dem Interview gibt sich Frau Dr. Grams passend zu dem Magazin Chrismon sehr milde, betont die Opferrolle, die sie durch ihren Einsatz zur Aufklärung über Homöopathie erdulden musste. Ihre Äußerungen in den sozialen Medien zeigen eine Seite, in der sie Homöopathen, Heilpraktiker, etc. niedermacht und ins Lächerliche zieht. Die Opferrolle benötigt sie, um die Ärzte und Heilpraktiker, die Homöopathie einsetzen, als Bösewichte und Scharlatane zu brandmarken. Über Dr. Gottschling weiß ich nicht viel, außer dass er sich auch schon lange gegen Homöopathie stark macht. Die Verunglimpfung von Homöopathie, Alternativmedizin, Heilpraktikern ist die letzte Zeit enorm angestiegen und das ist vor allem der GWUP zu verdanken. Fast alle Experten, die in den Medien zu Wort kommen, sind wie Frau Grams mit der GWUP vernetzt. So
ist der Eindruck entstanden, die Kritik basiert auf den unterschiedlichsten Fachmeinungen. Eine wirklich gute Informationsplattform bietet dagegen die Carstens-Stiftung (www. naturundmedizin.de unter der Rubrik aktencheck).
Der Menschheit wird mit der Bekämpfung der Homöopathie und anderen alternativmedizinischen Methoden kein Gefallen getan. Ich bin seit 27 Jahren Physiotherapeutin und seit gut 10 Jahren zusätzlich Heilpraktikerin, ich stehe zu Homöopathie und Naturheilkunde aus voller Überzeugung. Das Interview hier mit den beiden Ärzten ist wieder eine Paradebeispiel, wie der Eindruck der absoluten Unseriosität von Homöopathie erweckt werden soll. Vernünftige und verantwortungsvolle Patienten lehnen diese Methode ab. Wer Homöopathie und Naturheilkunde anwendet, kann sich sogar in Lebensgefahr bringen,.... Steve Jobs muss erneut als Beispiel herhalten (offensichtlich ist seine Krankenakte allgemein bekannt und Krebspatienten sterben nur unter naturheilkundlicher Behandlung....?)
Ich habe natürlich zu dem Inhalt des Interviews eine gegensätzliche Meinung, doch damit bin ich ja allerorten konfrontiert. Entsetzt hat mich dagegen, dass ihr Magazin sich dafür verwendet, einer GWUP-Aktivistin die Möglichkeit zu bieten, die Homöopathie zum unzähligsten Mal zu diffamieren. Ich sagte es schon eingangs, die
christlichen Religionen stehen genau wie Homöopathie, Alternativmedizin, Heilpraktiker, etc. bei GWUP auf der Abschussliste. Das ist mir nicht gleichgültig, denn mein Herz hängt nicht nur an der Naturheilkunde, sondern auch an dem christlichen Glauben. Mit freundlichen Grüßen