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1987 allein in Philadelphia. Sonntags stand ich früh auf, um möglichst viele Gottesdienste hintereinander kennenzulernen. Gespannt auf Gospel oder anderes Neues setzte ich mich zuerst zu den Quäkern. Irgendwie wollte dieser Gottesdienst nicht beginnen. Es dauerte gut 20 Minuten, bis ich kapierte, dass das der Gottesdienst war. Keine Action, kein Programm u kein Event. Kein Lied, kein Wort.
Ich saß bei allen andern und war doch mit Gott allein. Nichts konnte ich dazwischen stellen.
Erst war ich sauer über die verschwendete Zeit...

Es ist noch heute der wichtigste Gottesdienst meines Lebens...
Danach gab man sich die Hand.

Ich ging in keinen weiteren Gottesdienst mehr sondern wanderte still durch die Stadt.