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Traumata können nicht vererbt werden. Wer so was sagt, wendet den Begriff falsch an. Was aber möglich ist, das ist, ein unfreiwillig verinnerlichtes Verhalten weiterzugeben. Typisch dafür die Kriegsgenerationen, die ihre Erlebnisse und Enttäuschungen zu abweisend stillen Menschen gemacht haben. Sie waren dann in der Erziehung ihrer Kinder nicht mehr zur Fröhlichkeit, zum Optimismus in der Lage. Die militärische Strenge, der Gehorsam und die soldatische Kumpelhaftigkeit sind für eine kindliche Erziehung nicht geeignet. Von diesen Traumata als eine über viele Generationen vererbbare Eigenschaft zu sprechen, sprengt jede Vorstellung.