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Dieser Bericht und seine Tendenz macht mich fassungslos. Es fängt mit der vorwurfsvollen Zeile auf dem Titel an: „Aber sie klagt weiter an…“ Ja, was denn sonst ? Die juristische Aufarbeitung ist das eine, die seelischen Qualen der Mutter etwas anderes. Da erwarte ich in einem christlichen Magazin, das ich über viele Jahre schätzen gelernt habe, Mitgefühl, Respekt und Verständnis für die Opfer-, nicht für die Täterseite. Aber irgendwie, so kommt es mir vor, verschieben sich unter der neuen Redaktionsleitung die Wertmaßstäbe: Differenzierte, gar kritische Sichtweisen zu Migrationsthemen, zu Integration, zu bestimmten Punkten islamischer Kultur werden mehr oder weniger unterschwellig in eine fremdenfeindliche Ecke gestellt. Das kollidiert mit dem neuen Claim auf dem Cover, der Gefühl, Verstand und Haltung verspricht.