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Vielen Dank für diesen Artikel. Ich finde es sehr mutig von Chrismon, über das traurige Schicksal dieser Familie zu berichten und der Großmutter die Gelegenheit zu geben, ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Es hat für mich generell wirklich nichts mit Rassismus zu tun, den Islam sachlich und konstruktiv zu hinterfragen. Zwangsheirat, Beschneidung, die sogenannten „Ehrenmorde“ und nicht zuletzt die Bevormundung und Unterdrückung der muslimischen Frauen im Alltag sind reale Probleme, mit denen wir uns als Christen kritisch auseinandersetzen sollten, auch wenn es schwer fällt. Man ist nicht automatisch ein Nazi, wenn man der Meinung ist, dass steinzeitlich anmutende Verhaltensweisen nicht zu unserer modernen und gleichberechtigt orientierten Lebenshaltung passen. Hier in Berlin leben Migranten aus allen Teilen der Welt weitestgehend offen und harmonisch zusammen. Die allermeisten Menschen mit Migrationshintergrund achten die Gesetze unseres Landes und akzeptieren unsere gesellschaftlichen und kulturellen Grundregeln für ein friedliches Miteinander. Es ist leider eine hervorstechende Tatsache, dass sich eine einzige bestimmte Gruppe davon abgrenzt. Und diese Gruppe besteht nun einmal aus männlichen Muslimen, wer das abstreiten oder beschönigen möchte, macht sich unglaubwürdig. Je eher wir als Gemeinschaft in der Lage sind, dieses Problem offen aussprechen und benennen, umso bessere Chancen haben wir, langfristig damit fertig zu werden. Wir sollten versuchen, die Barrikaden der islamischen Parallelgesellschaften einzureißen. Das wird nur gelingen, wenn wir selbstbewusst auftreten und unsere Werte und Gesetze klar und deutlich kommunizieren. Diese Männer brauchen Regeln, davon bin ich fest überzeugt.