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Den Artikel an sich, finde ich in Ordnung - das Titelbild aber nicht.
Hier fehlt es an Einordnung - auch der Untertitel leistet dies nicht.

Auch wenn es in Anführungsstrichen gesetzt ist: Erst wenn man den Artikel gelesen hat, kann man das Bemühen des Autors um eine differenzierte Darstellung der Geschichte erkennen. Bis dahin bleibt es ein unfassbar rassistisches Titelbild - auf einer Chrismon!

Zumal Sie sich aus meiner Sicht die Frage gefallen lassen müssen, warum Sie ein solches Zitat auf die Titelseite heben bei jemandem, der die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Mein Familie hat diese Staatsbürgerschaft väterlicherseits seit ca. 120 Jahren (Ruhrpolen) und mütterlicherseits seit ca. 70 Jahren (Flucht nach dem 2. WK aus dem heutigen Polen). Auch meine Familie ist noch durch Traditionen aus diesen Kulturkreisen geprägt. Wenn ich nun ein Auto klaue, würden Sie ebenfalls "Es war eine Polin" auf die Titelseite heben?

Wenn man nach dem Gesetz Deutsche ist, ist man Deutsche. Andere Kriterien sollten wir nicht anlegen. Und auf so eine Titelseite würde dann gehören: Mutter klagt an, das ein Mann, der in Algerien aufgewachsen ist und dort einen Teil seiner kulturellen Prägung erfahren hat, die durch schwierige Verhältnisse in der Kindheit u.U. in bestimmen Aspekten verstärkt wurde, der aber auch sonst unter Persönlichkeitsstörungen zu leiden schien, ihre Tochter nach Jahren eskalierenden Missbrauchs ermordet hat.

Nuancen und provokante Titelseitenverknappung gehen bei dem Thema nicht zusammen.
Es zeigt leider nur, wie weit die AfD und andere es geschafft haben, unseren Diskurs auszuweiten und zu verändern. Gerade bei der Chrismon erwarte ich hier mehr.