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Danke für Ihren Kommentar! Ich stimme Ihnen zu, dass wissenschaftliche Studien nicht immer die Wahrheit ans Tageslicht bringen (auch: "Wittchen-Studie"). Entscheidend sind die "Fragen" die beantwortet werden. Korrekt beantwortet und ausgewertet werden ...

Absolut lesenswert war für mich insbesondere auch die Dissertation von Tatjana Gießmann zum Thema Prävention: https://opendata.uni-halle.de/bitstream/1981185920/11631/1/Dissertation%...ßmann-Gehrt.pdf.

Zur Prävention gehört in meinen Augen auch das HINSCHAUEN DER GESELLSCHAFT. Deshalb ist der Sexuelle Kindesmissbrauch mein Thema, weil so viele Angehörige nichts ahnen, bzw. wegschauen.

Mit dem "Nur wer das Alte kennt, kann Neues schaffen" war gemeint, dass ich - wenn ich weiß, dass es den Missbrauch schon damals gegeben hat - mich mit den Gründen von damals beschäftigen kann und was hat sich bis heute nicht verändert, bzw. sind andere Gründe hinzugekommen. Dann habe ich die Möglichkeiten, Gegenmaßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. Das ist der Grund, weshalb ich die Menschen bitte, die sich in der Öffentlichkeit outen können, sich mit mir gemeinsam zu zeigen: wir sind ganz normale, erfolgreiche Menschen geworden. Manche. Manche haben Waschzwänge. Manche haben Essstörungen, verhungern, andere brauchen im Flugzeug zwei Sitze. Manche verletzen sich. Manche fliehen. Manche davon sind gestrandet. Andere haben das Leben nicht mehr ausgehalten (Noa Penthoven u.a.). Und immer mehr verarbeiten ihren Missbrauch in einem Buch. Jeder Weg, der aus dem Sumpf führt, ist richtig, wenn ich keinen anderen Menschen damit schädige.

Solange die Gesellschaft nicht erkennt, dass Missbrauchte bestimmte Verhaltensmuster haben, die sie von nicht Missbrauchten unterscheiden, können nicht alle, die hinschauen könnten, Missbrauch erkennen. Und wir alle können Geschichten erzählen. Wie unser erlebter Missbrauch ausgesehen hat. Wie geschickt die Täter ihre Täterschaft kaschieren.

Entsetzt bin ich immer noch über unsere Gesetzgebung und die Urteile der deutschen Rechtsprechung. Wenn wir in andere Länder schauen, gibt es nicht EINE Kollektivstrafe für alle Missbrauchsfälle, sondern die Strafe wird pro Fall addiert.

Damit sich etwas verändert, bin ich aktiv. Denn ich habe es geschafft. Kinder BRAUCHEN die Unterstützung von starken Menschen.

Einen Wunder-vollen Tag für Sie, liebe G.L. wünscht Ihnen F.E.