Neue Lesermeinung schreiben

Die Leserbriefe in der nachfolgenden Ausgabe 4 haben mich bewogen, Ihnen selbst zu schreiben.
Der Brief von Frau Roderburg kritisierte, dass „so etwas“ nur einem speziellen Personenkreis zugänglich gemacht werden sollte und in einer kostenlosen Beilage, die auch Kinder in die Hand bekommen können, nichts zu suchen hat.
Der Bericht über die beiden Frauen ist sicher mit einer „heilen Welt“, in der doch jeder leben möchte, nicht zu vereinbaren. Die geschilderten Grausamkeiten allein zu lesen, ist schwer zu ertragen.
Es hat mich selbst Überwindung gekostet und ich wollte nicht glauben, was ich dort las.
Ich kann auch verstehen, dass es nicht leicht ist, insbesondere Kinder mit dem Thema zu konfrontieren.
Das sexuelle Gewalt gegen Kinder dennoch existiert und nach allen Regeln der Kunst vertuscht wird, weiss man nicht erst seit den Vorgängen auf dem Campingplatz in NRW oder dem Missbrauch in der katholischen (und auch evangelischen) Kirche.
Wie auch in den anderen Leserbriefen schon geäußert, wird dieses Tabu immer ein Tabu bleiben, wenn ich es durch Wegschauen und Nicht Wahrhabenwollen in eine Parallellwelt verorte, die mich nichts angeht.
Ich möchte mich daher, wenn auch mit Verspätung, noch einmal bedanken: Zuallerst für den Mut der beiden Frauen, ihre Geschichte zu erzählen.
Ich finde es aber auch mutig und unterstützenswert von ihrer Redaktion, ein Tabu -Thema von solcher Ungeheuerlichkeit und Tragweite aufzugreifen.