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ich finde, solche sachen sollte man nicht ohne eine trigger–warnung posten!!!
es sind auch unter den lesenden solche, die etwas in der art erlebt haben (mädchen *und* jungen) – und wenn man dann so einen artikel liest, kann es passieren, dass alte wunden aufreißen!!
es ist unverantwortlich, in dieser weise darüber zu schreiben!!

und hingucken?
ich habe so einen fall ende der 90er in der schule gehabt.
aus meiner sicht war der fall eindeutig.
bin zur direktorin gegangen, bin beim jugendamt gewesen – lapidare antwort:
"was sollen wir den machen – ohne beweise?"
ich war entsetzt – bin es bis heute, bekomme das schicksal des kindes auch seitdem nichtmehr aus den gedanken, wenngleich ich es, nachdem ich beruflich anderswohin gezogen bin, aus den äugen verloren habe.
ein von mir inszenierter besuch, um die eltern kennen zu lernen, ließ wenig rückschlüsse zu bzw. ergab nichts verwendbares.
ich konnte es nur melden – und versuchen, der schülerin etwas mit auf den weg zu geben, von dem ich hoffte, dass es ihr irgendwann irgendwie kraft geben konnte.
am schlimmsten ist die ohnmacht…
…es ist leicht zu sagen, man solle hinsehen, aber es ist ein trügerischer boden, auf dem man sich bewegt, a slippery slope.

zum artikel selbst – diese mitleidslose detaillierte darstellung und beschreibung des erlittenen, selbst wenn sie abgesprochen ist mit den frauen, bedient einen schamlosen voyeurismus und ist sensationsheischend, weil es an's öffentliche licht zerrt, was in die therapie und die seelsorge gehört…

…heute nacht jedenfalls werde ich – als betroffener – nach der lektüre dieses beitrages nicht sehr gut schlafen…