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Es hat mir in der Seele wehgetan, dass Sie von Voyeurismus sprechen. Diese Unterstellung ist sehr schmerzlich und eine Beleidigung für die beiden Frauen. Meinen Sie, wenn jemand so etwas erlebt und tatsächlich auch überlebt hat, gefällt sich darin, dies öffentlich zu machen? Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass Betroffene schweigen. Aus Angst, wegen des Schmerzes. Denn es ist ein sehr schmerzhafter Prozess über das Unfassbare, das Unaussprechliche zu reden. Und das kostet! Das Schweigen brechen. Das benennen, was nicht sein kann, was nicht sein darf, muss geschehen, damit den Menschen die Augen geöffnet werden. Damit das Schicksal von versklavten Kindern in unserer (ja, auch unserer!) Gesellschaft gewendet werden kann. Weil Menschen hinsehen und(!) handeln. Und auch die Täter, die grausamen Mütter und Väter sollen Angst bekommen, sollen wissen, ihre Taten bleiben nicht mehr unter der Decke des Schweigens!
Aus meiner Sicht ist dieser Artikel ein Schritt in die richtige Richtung. Und er setzt etwas in Gang!
Ich bewundere den Mut dieser beiden Frauen. Und ich möchte sie darin bestärken, dass die Richtige getan haben.