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Sehr geehrte Frau K.,
hätten wir irgendwo im Heft gewarnt "Achtung, nicht jugendfrei" - meinen Sie nicht, da hätten Jugendliche und Kinder (sofern sie sich für solche Magazine wie chrismon überhaupt interessieren) erst recht sofort zu lesen angefangen? Wir haben in Überschriften, Vorspann und auf dem Titel extra Wörter wie "Gewalt" und "sadistisch" oder "grausam" verwendet, auch online, um sofort zu signalisieren: Wenn jemand so was nicht ertragen kann, nicht weiterlesen.
Es sind die Eltern, die in der Pflicht sind, vorzusortieren, welche Art Medien ihre Grundschulkinder konsumieren. Sonst könnten z.B. Zeitungen nicht über Mord und Totschlag und Kriege berichten.
Und natürlich sollten Eltern möglichst früh mit Kindern in kinderverständlicher Weise darüber sprechen, dass es so was wie Missbrauch/sexualisierte Gewalt gibt - und zwar selten durch Fremde, allermeist durch Menschen, die die Kinder bereits kennen.
Hätte ich selbst darüber gewusst als Grundschülerin, hätte ich meiner Freundin helfen können, die mir sehr merkwürdige Dinge über ihren Onkel berichtete. Ich hätte mit ihr zu vertrauenswürdigen Erwachsenen gehen können.
Herzliche Grüße
Christine Holch