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Vielen Dank, Frau Weidemann, für diese wunderbare Liebeserklärung an Ihren Sohn Remy Rakete. Ihr Text und die vielen Fotos haben mich sehr berührt.

Ich kenne und schätze Kinder mit Down-Syndrom; genau so wie - ja, vielleicht ein Stückerl mehr noch als - alle anderen Kinder.

Sie beschönigen den Alltag mit Ihrem besonderen Sohn nicht, Remy ist einfach ein Kind. Gott sei Dank. Ein glückliches Kind.

Ich habe selbst keine Kinder, ich kann also überhaupt nicht mitreden.

Ich habe mich vor ein paar Jahren ganz bewusst für einen traumatisierten, dreibeinigen Hund entschieden. Ohne Vorbehalte, aber mit viel Information. Natürlich ist das nicht mit Ihrer Situation zu vergleichen!! Nein, niemals.
Aber, und das ist ganz genau so, wie Sie es sagen: ich habe Informationen eingeholt. Information ist wichtig. Hilft bei der Entscheidungsfindung. Bei Ärzten. Bei Physiotherapeuten. Bei Menschen, die gut und auch gerne mit Dreibeinern leben. Ich habe die Chancen und die Risiken gekannt. Und bin dann gesprungen. Mitten ins Glück. Ohne die Schwierigkeiten zu vergessen oder zu beschönigen. Die gab es selbstverständlich auch.
Behinderte Wesen, ob Mensch, ob Tier, können uns so viel lehren.
Ich würde es jederzeit wieder tun.

Was ich begriffen habe: wir sind vor allen Dingen Menschen.
Und auch ein behinderter Hund will einfach nur Hund sein.
Er will so wenig Mitleid wie der Mensch.

Meine Devise ist noch immer: fördern und fordern.
Und: nicht dem Leben mehr Tage geben (das können wir nicht, das liegt in Gottes Hand) - aber den Tagen mehr Leben. Und darauf allein kommt es an.

Und so, wie ich mittlerweile anderen Menschen Mut mache, auch behinderten Drei- und Vierbeinern eine Chance zu geben, so machen Sie Menschen Mut auf das Wunder Leben, das da in ihnen entstehen und werden möchte ... und leben.

Danke dafür und Gott schütze Sie.

Sandra T.