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Ich habe ja früher Chrismon zusammen mit der ZEIT erhalten; mittlerweile bin ich auf die Digital-Ausgabe umgestiegen. Auf das "Schneekönigin"-Bild hat mich meine (in religiösen Dingen etwas aktivere...) Schwester aufmerksam gemacht; aus gegebenem Anlass - wir sind gerade gemeinsam aus dem Skiurlaub zurückgekommen.

Aber mal unser gemeinsames Feedback: Keine Ahnung, was ihre Autorin geritten hat, oder mit welcher Interpretations-Agenda sie da unterwegs war - der Schnee auf dem Foto stammt garantiert nicht aus Schneekanonen oder -"prinzessinnen", sondern es schneit da gerade volle Kanne; ganz un-künstlich; aus dem Himmel :)

Auch auf den übrigen Bildern der Fotografin Anna-Christina Bauer aus der Serie (http://www.annakristinabauer.com/im-land-der-schneekoeniginnen) ist eigentlich absolut kein Mangel an natürlichem Schnee zu erkennen: Schneekanonen oder -"prinzessinnen" beschneien eben keine Bäume und keine ganzen Berghänge, sondern nur die Pisten - im Extremfall ist dann neben einer ein paar Meter breiten weißen Spur alles grün.

Was den Mann im roten Cape angeht - wir haben eigentlich nicht den Eindruck, dass der gleich umkippt. Mein Neffe; 14 Jahre alt und ein ganz guter Skifahrer, tippt darauf - das ist ein Skilehrer, der gerade vor seinem Kurs rückwärts "Pizza"; also Schneepflug fährt. Vielleicht ist es aber auch wirklich ein Anfänger, der da im wildesten Schneetreiben (garantiert NICHT aus der Schneekanone...) rumstochert - aber auch der will/braucht seine Ski gar "nicht mehr parallel" zu kriegen; weil, so fährt man gar nicht mehr.

Wie die Gerda aus dem Märchen jetzt zum "Gretchen" geworden ist, erschließt sich mir auch nicht so ganz - vielleicht relotiusst es ja gerade ganz stark :).

mfg,

Michael Gessat