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Liebes Chrismon Team,
danke für die Titelgeschichte über James und seine Familie! Es war sehr spannend, seine Geschichte zu verfolgen und sich in ihn und die Familie zu versetzen.
Dennoch habe ich etwas zu kritisieren: Sie stellen das Thema nicht in seiner wissenschaftlichen Breite dar, sondern suggerieren letztlich, dass es kein Problem sei, Kinder, die sich im falschen Körper fühlen, auf diesem Weg zu ermutigen. Die wenigen Stellen im Text, an denen Sie Bedenken anmelden, werden sogleich wieder widerlegt, sodass der Eindruck entsteht, es wäre liebevoll und weise noch dazu, eine Transition zu unterstützen und zu akzeptieren. Der wissenschaftliche Konsens zu dem Thema ist aber: Es gibt keinen. Dafür gibt es mehrere Gründe:
1. Die Untersuchungszeiträume aller Studien sind nicht geeignet, um langfristige Aussagen über die physische und psychische Gesundheit von Transgender-Kindern und später Erwachsenen zu treffen. Diese müsste man eigentlich über sehr lange Zeiträume begleiten, statt nur nach Hormontherapie und Gender-Reassignment-OP zu fragen, ob man sich nun erleichtert und besser fühle.
2. Die Suizidrate von Transgender-Menschen, die ins andere Geschlecht "gewechselt" sind, scheint nicht besser zu sein als vorher. D.h. die sowieso hohe Suizidrate unter Transgendern wird nicht "gelöst". Das scheint darauf hinzudeuten, dass tiefer liegende psychische Probleme vorliegen.
3. Der Anteil der Kinder, die den Kriterien einer hormonellen und operativen Geschlechtsumwandlung genügen, aber aus ihrer pubertären Identitätssuche als "normale" Menschen mit traditioneller Geschlechtsidentität hervorgehen, ist sehr hoch. Eine solche Verwirrung ist nicht unnormal, zumal viele junge Menschen nicht dem "Ideal" eines der beiden Geschlechter entsprechen und sich als nicht passend empfinden.
4. Die Studien, die eine unter dem Strich positive Bilanz von Geschlechtstransition bescheinigen, sind im Schnitt diejenigen, die keine ausreichenden Kontrollgruppen haben und methodisch schwach sind. Die Studien, die eine unter dem Strich negative Bilanz sehen, sind im Schnitt gerade die Studien von der höheren Qualität.
Sie dürfen gerne eine gekürzte Version dieses Briefes in ihrem nächsten Leserbrief-Abschnitt drucken.
Liebe Grüße!