Neue Lesermeinung schreiben

Na da feiern wir laut und teuer 10 Jahre lang Reformation und kein Jahr später vergisst der hauseigene Kommunikations-Theologe die ekklesiologischen Grundlagen, die der Brennstoff des evangelischen Feuers sind.
Wer ruft denn zusammen zur Ekklesia? Jesus Christus. Der Gottessohn, der Haupt der Kirche ist.
Die wird hier theologisch kurzerhand geköpft.
Und weil dann halt das Hirn fehlt, werden alle Nicht-Amtsträger, in den Gemeinden wahlweise ignoriert oder verspottet.
Dabei hatte Gerhard Wegener der hauseigene Soziologe im Kirchengemeindebaromter sauber herausgearbeitet, dass für die Evangelischen nur ihre Ortsgemeinde zählt, die längst nicht mehr Pfarrerzentriert ist, wie das hier suggeriert wird.
Als ich Theologie studierte, war Entmythologisierung ein wichtiges theologisches Kriterium.
Das scheint nicht mehr so zu sein, der Text strotzt nur so vor ekklesiologischen und soziologischen Mythen.
Tobias Faix hatte gerade in seiner empirica Studie herausgefunden, das auch hochreligiöse Jugendliche und Junge Erwachsene keine Affinität zur Institution Kirche haben.
Wundert mich nach diesem Artikel nicht mehr.