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Es liegt mir fern, Einstellungen und Verhaltensweisen von Schwangeren zu beurteilen, gar zu kritisieren, erst recht nicht in problematischen Notfällen.
Mich faszinieren vor allem das zu dem Artikel veröffentlichte Photo von der Mutter und ihrem Kind mit dem Downsyndrom und ihre Aussage: „Sammy ist ein tolles Kind, er strahlt eine unglaubliche Herzlichkeit aus. Das Leben ändert sich völlig. Aber für mich ist es schöner geworden.“
Das Photo belegt geradezu die Authentizität des Gesagten.
Dieses positive Beispiel könnte Schule machen und Müttern mit zu erwartenden behinderten Säuglingen ermutigen, sie auf die Welt zu bringen. Einige Außenstehende werden nun wahrscheinlich nachdenklicher und vorsichtiger mit ach so wohlgemeinten Ratschlägen, das Kind doch abtreiben zu lassen.
Wenn Mütter abtreiben, haben sie oft ein ganzes Bündel an Beweggründen, die Sorge vor den Reaktionen der Mitmenschen, die Überforderung durch die schwierige Situation, möchten aber auch das Kind vor einem Leben mit ganz besonderen Schwierigkeiten bewahren pp.
Man sollte aber auch nicht vergessen, dass viele im Nachhinein – manchmal unterschwellig ein ganzes Leben lang - unter starken Schuldgefühlen leiden und bereuen, abgetrieben zu haben. Mit großer Wehmut blicken sie dann oft in fremde Kinderwagen.
Sammy und seiner Mutter alles Gute, Unterstützung und viele Schutzengel für ihre sicherlich nicht immer leichte Zukunft!