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Obwohl ich ein überzeugter Atheist bin, so erhalte ich doch jeden Monat mit der Leipziger Volkszeitung ungefragt das evangelische Magazin chrismon. Dort habe ich erfahren, dass es einen neuen Gott namens Markus Lüpertz gibt. Steht in der Bibel unter 1. Mose 1:27
Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie ein Männlein und Fräulein,
so versucht Lüpertz ebenfalls als Schöpfer zu wirken. Ist es Gott mit den Menschen nicht ganz gut gelungen, so dass er wegen ihrer Sünden sogar seinen Sohn dem Henker ausliefern musste, dann sollte man sich mal ansehen was Lüpertz mit seiner Beethoven-Plastik den Leipzigern für einen Krüppel angeboten hat. Es zeigt sich, dass ich trotz einer guten Abiturnote im Fach Kunsterziehung im Jahre 1959 an einer DDR-Oberschule immer noch nicht begriffen habe was moderne Kunst ist. Offenbar hat das nichts mit Können zu tun, sondern die eigentliche Kunst besteht darin, den Leuten einzureden, dass das Machwerk Kunst sei und dafür noch viel Geld zu kassieren ist. Andersen´s Märchen von des Kaisers neuen Kleidern gibt ein gutes Beispiel! Da lob ich mir den Beethoven von Max Klinger, so wie er im Museum der bildenden Künste in Leipzig zu bewundern ist.
Vor einem halben Jahr haben Diebe das bunt bemalte Kunstwerk "Athene", ebenfalls von Lüpertz, aus einer Kunstgießerei in Düsseldorf gestohlen. Nun weiß ich nicht, wie die Göttin der Weisheit, der Kunst und des Kampfes in seinen Augen aussieht, aber die Banausen haben vielleicht gar nicht den Wert von mehreren Hunderttausend Euro im Sinn gehabt, sondern eher den Materialwert der vergossenen Bronze von einigen tausend Euro.