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Mit großem Interesse habe ich den Artikel gelesen und stimme Ihnen voll zu, daß es furchtbar sein muß, Schlüsselgewalt zu erfahren, auf die man keinen Einfluß hat. Und so Vieles mehr, Drogenhandel, Gewalttätigkeit, es läßt sich fortsetzen. Und ich weiß, wovon ich rede, ich bin seit vielen Jahren im ehrenamtlichen Schöffenamt tätig und habe auch schon manchen
Knast besichtigt und besucht.

Und jetzt zu Ihren Ausführungen betr. Weihnachten 2016. Jugendliche - soweit ich erfuhr, Syrer, die ja schon aus einem bedrohten Land zu uns kamen, warfen mit einem brennenden Taschentuch nach einem Obdachlosen in Berlin.
Ob es am Weihnachtsabend war, ist hier m.E. nicht so relevant. Es hätte auch ein anderer Tag sein können. Dieser Mann schlief auf einer Bank. Obdachlosigkeit nimmt ja, das wird Ihnen nicht engangen sein, immer mehr zu, die horrenden Wuchermietpreise, gerade in Berlin, nehmen ja immer mehr zu, vielleicht konnte der Mann seine Miete auch nicht mehr bezahlen. Und die Jugendlichen? Sie nahmen in Kauf, daß der Mann in Flammen aufging und schwere Verletzungen davontragen würde, wenn nicht sogar gestorben. Ich weiß, vielleicht werden Sie entgegnen, sie wollten den Mann ja nur ein bißchen erschrecken, wie es die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichs in der Sendung "Hart aber fair" vor einigen Wochen von sich gab, darüber war ich schon erschüttert.
Jugendliche, die hier in unserem Land Gastrecht genießen mit voller Unterstützung die dazu gehört, haben ihr Gastrecht nicht zu verletzen, nein noch schlimmer, werfen mit einem brennenden Taschentuch nach einem Obdachlosen. Und das können Sie nicht herunterspielen, wie Sie es in Ihrem Artikel leider tun. Der bald brennende Mann? Nach dem Motto: selber schuld? Und "diese armen Jugendlichen kommen ja aus Kriegsgebieten, haben viel Böses und Schreckliches erlebt? "
Ja, aber gerade deswegen ist diese Tat doch so verwerflich, sie haben das Grauen gesehen und probieren es hier in dem Land des Gastrechts.