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Zu dem o.g. Artikel möchte ich zunächst einen Artikel der Fachzeitschrift "Natur und Landschaft" (2017), Heft 2, S. 94-95, von Dr.
N. Wiersbinski, Bundesamt für Naturschutz, auszugsweise zitieren, es geht um die Verpachtung von Kirchenland:

"In den evangelischen Landeskirchen geht es bundesweit um Flächen von ca. 325000 ha. Die katholische Kirche hat ca. 189000 ha Land zu
verpachten.(...) Aus Sicht des Naturschutzes liegt der Schlüssel für mehr Biodiversität auf Kirchenland daher bei einer stärkeren ökologischen Ausgestaltung der Pachtverträge.(...) Betrachtet man die Diskussion im Lichte wichtiger Verlautbarungen der christlichen Kirchen in den letzten 30 Jahren, ist eine gewisse Widersprüchlichkeit nicht zu übersehen. (...) Mit der Formel von der "Bewahrung der Schöpfung" (...) gibt es spätestens seit den 1980er Jahren eine klare Orientierung für die christlichen Kirchen in Bezug auf den Schutz und den Erhalt der Biodiversität..."

Im September 2016 fand in Loccum eine Kooperationsveranstaltung zu dem Thema statt. In dem dort formulierten "Loccumer Appell" geht es u.a.
darum (Punkt 4 des Appells), dass sich Kirchengemeinden aktiv für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen.

Die Kirchengemeinden könnten mit ihrem Land soviel erreichen, wenn sie es mit der Bewahrung der Schöpfung ernst meinten! Warum wird die Verpachtung von Kirchenland nicht an Auflagen gebunden, wie z.B. kein Grünlandumbruch, kein Einsatz von Glyphosat und Neonicotinoiden, kein Maisanbau für Biogas oder Verpflichtung zur Anlage von Blühstreifen oder Lerchenfenstern? Dies wäre längst überfällig, damit es nicht nur bei vollmundigen verbalen Äußerungen von der Bewahrung der Schöpfung bleibt!